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  • 7. & 8.Etappe Weststeirischer Jakobsweg

    7. & 8.Etappe Weststeirischer Jakobsweg

    7. Etappe Weststeirischer Jakobsweg: Koralpenschutzhaus – Soboth

    7. etappe Soboth

    Die 7. Etappe des Weststeirischen Jakobswegs führt uns von dem majestätischen Koralpenschutzhaus bis nach Soboth, einem malerischen Bergdorf, das tief in den waldreichen Hügeln der Steiermark eingebettet ist. Diese Etappe ist nicht nur eine Herausforderung für Wanderer, sondern auch eine Reise durch die atemberaubende Natur und die reiche Kultur der Region.

    Die Strecke

    Die 7. Etappe erstreckt sich über eine Distanz von 17,7 km und bietet eine Vielzahl von Landschaften und Erfahrungen. Der Aufstieg beträgt 204 m, während der Abstieg mit 1078 m deutlich steiler ist. Die durchschnittliche Wanderzeit für diese Etappe liegt bei etwa 6 Stunden. Der höchste Punkt der Etappe ist das Koralpenschutzhaus auf 2045 m, während der tiefste Punkt in Soboth auf 1061 m liegt. Die beste Zeit, um diese Etappe zu bewältigen, ist zwischen Juni und Oktober, wenn das Wetter mild und die Wege frei von Schnee sind.

    Wegbeschreibung

    Die Etappe beginnt am Koralpenschutzhaus, einem wichtigen Punkt auf dem Jakobsweg. Von hier aus folgen wir dem Weg 505 für etwa 1,3 km, bevor wir rechts auf den Weg 560 in Richtung Jauksattel abbiegen. Der Weg führt uns über Almen und Wiesen bergab, vorbei an einem großen Stein und dem „Luckerten Felsen“ bis zum Wallfahrerkreuz Jauksattel. Es ist wichtig, auf die Wegmarkierungen zu achten, besonders im Bereich Jauksattel bis zur Dreieckhütte.

    Nach dem Passieren des Wallfahrerkreuzes führt uns der Weg leicht ansteigend seitlich am Kleinalpl vorbei über den Kleinschneiderkogel und Handhab sowie dem Dreieckkogel bis zur Dreieckhütte auf 1452 m. Die Dreieckhütte bietet bei klarem Wetter einen atemberaubenden Blick auf die Süd- und Weststeiermark. Es ist jedoch zu beachten, dass die Hütte nur bis etwa den 10. September geöffnet ist, weshalb es ratsam ist, ausreichend Getränke und Proviant für die Etappe mitzunehmen.

    Von der Dreieckhütte aus setzen wir unseren Weg Richtung Süden fort, folgen dem Weg 560 und den Jakobswegweisern. Wir passieren die Jagdhütte Loining und folgen schönen Waldpfaden bis zum Gasthaus Lindner. Nach etwa 10 Minuten queren wir die B 69 und erreichen das waldreiche Bergdorf Soboth mit seiner Ortskirche St. Jakob und dem Jakobihaus.

    Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

    Für Pilger und Wanderer gibt es entlang der Strecke und in Soboth verschiedene Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Einige der empfehlenswerten Unterkünfte sind:

    • Koralpen-Haus: Direkt am Jakobsweg gelegen, bietet es Zimmer und Lager an. Kontakt: +43 664 5219797 oder +43 699 10877387.
    • Dreieckhütte: Bietet einfache Übernachtungsmöglichkeiten für Pilger und ist von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet. Kontakt: 03460/232.
    • Gasthof Lindner: Befindet sich direkt am Jakobsweg, etwa 500 m vor dem Ortszentrum von Soboth. Kontakt: 03460/205, gasthaus.lindner@aon.at.
    • Gasthof und Frühstückspension Mörth: Direkt am Jakobsweg in Soboth, bietet Zimmer an. Kontakt: +43 (0) 664 30 20 668, +43 (0) 3460 208, gasthof.moerth@tele2.at.
    • Alpengasthof Messner: Im Ortszentrum von Soboth, bietet Zimmer an. Kontakt: 03460/209, office@hotel-messner-soboth.at.

    Stempelstellen

    Für die Dokumentation der Wanderung auf dem Jakobsweg gibt es verschiedene Stempelstellen entlang der Strecke:

    • Koralpenschutzhaus (Hüttenstempel)
    • Gasthof Lindner in Soboth (Pilgerstempel)
    • Gasthaus Mörth in Soboth (Pilgerstempel)
    • Alpengasthof Messner in Soboth (Pilgerstempel)
    • Verein zur Förderung der steirischen Jakobswege in Bärnbach (für weitere Informationen: www.jakobsweg-weststeiermark.at, jakobsweg-weststeiermark@gmx.at)

    8. Etappe Weststeirischer Jakobsweg: Soboth – Lavamünd

    Kirche hl. Helena und Maria Magdalena, Lavamünd

    Die 8. und letzte Etappe des Weststeirischen Jakobswegs führt uns von Soboth nach Lavamünd, einem Ort, der für seine landschaftliche Schönheit und seine reiche Geschichte bekannt ist. Diese Etappe ist eine Herausforderung, die uns durch dichte Wälder, über Bergstraßen und entlang idyllischer Bäche führt.

    Die Strecke

    Die 8. Etappe erstreckt sich über eine Distanz von 20,3 km und bietet eine Vielzahl von Herausforderungen und landschaftlichen Schönheiten. Der Aufstieg beträgt 535 m, während der Abstieg mit 1242 m deutlich steiler ist. Die durchschnittliche Wanderzeit für diese Etappe liegt bei etwa 7 Stunden. Der höchste Punkt der Etappe ist der Kreuzungspunkt Weintrattl auf 1437 m, während der tiefste Punkt in Lavamünd auf 342 m liegt. Die beste Zeit, um diese Etappe zu bewältigen, ist zwischen Mai und Oktober.

    Wegbeschreibung

    Bevor wir Soboth verlassen, sollten wir unsere Trink- und Proviantvorräte auffüllen, da es bis Lavamünd keine Einkehrmöglichkeiten gibt. Wir folgen dem Wegweiser 06/03A Richtung Lavamünd und beginnen unsere Wanderung auf einer asphaltierten Straße, bevor wir links in einen Waldweg abbiegen. Der Weg führt uns über die Überreste der Kappmühle, wo wir den Gaschitzbach überqueren, und weiter bis zur Laßnighube und dem Anwesen Karnitschnig.

    Wir folgen dem Wiesenweg bis zum „Jagahanslkreuz“ und marschieren dann auf einer Forststraße bis hinunter zum Fuße der Staumauer des Sobother Stausees. Nach einer steilen Passage bergauf erreichen wir den Kreuzungspunkt Weintrattl, den höchsten Punkt unserer Etappe. Von hier aus folgen wir den Markierungen des Jakobswegs und der Europäischen Weitwanderwege 03/06 bergab Richtung Lavamünd.

    Der Weg führt uns vorbei an verschiedenen Gehöften, wie dem Lorenzenberg, Jankitz und Rechberger, bis hin zum ehemaligen Gasthaus Strohmaier, wo wir einen Abstecher zur Kirche St. Lorenzen machen. Weiter bergab erreichen wir das Anwesen Jamnik und folgen dann dem Multererbach entlang, bis wir den bestehenden südösterreichischen Jakobsweg erreichen.

    Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

    In Lavamünd angekommen, haben wir das Ende des weststeirischen Jakobsweges erreicht. Für die letzte Etappe gibt es in Lavamünd verschiedene Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:

    • Gasthof Hüttenwirt: Bietet Zimmer an und hat einen Pilgerstempel. Kontakt: 04356/2310, info@gasthof-huettenwirt.at.
    • Gasthof Torwirt: Bietet Zimmer an. Kontakt: 04356/22 28, info@torwirt.at.
    • Posthostel Lavamünd: Bietet Zimmer an. Kontakt: +43 664 / 39 411 61 oder +43 664 / 92 158 65, www.posthostel.at.

    Stempelstellen

    Für die Dokumentation der Wanderung auf dem Jakobsweg gibt es in Lavamünd folgende Stempelstelle:

    • Gasthof Hüttenwirt in Pfarrdorf bei Lavamünd (Pilgerstempel)

    Der Weststeirische Jakobsweg ist eine Reise durch die atemberaubende Natur und die reiche Kultur der Steiermark. Mit seinen vielfältigen Landschaften, von dichten Wäldern bis hin zu malerischen Bergdörfern, bietet er Wanderern und Pilgern eine unvergessliche Erfahrung. Die sorgfältige Planung und Vorbereitung, einschließlich der Reservierung von Unterkünften und der Mitnahme von ausreichend Proviant, ist für eine erfolgreiche Bewältigung der Etappen unerlässlich.

  • Etappe Weststeirischer Jakobsweg

    Etappe Weststeirischer Jakobsweg

    5. Etappe Weststeirischer Jakobsweg: Modriach – Osterwitz

    Osterwitz Getreideernte Zachfeld ca. 1930

    Die fünfte Etappe des Weststeirischen Jakobswegs führt uns von Modriach nach Osterwitz. Diese Etappe bietet zwei verschiedene Routen: einen direkten Weg und eine Variante, die über die Jakobskirche in Freiland führt. Beide Routen haben ihre eigenen Reize und Herausforderungen.

    Der direkte Weg nach Osterwitz

    Der direkte Weg nach Osterwitz ist 12 km lang und führt uns durch eine atemberaubende Landschaft. Wir beginnen unsere Wanderung am Hoiswirt in Modriach und marschieren rechts auf dem Weg 569 hinauf Richtung Schrogentor. Der Weg führt uns durch Wald- und Wiesenwege, bevor wir auf eine Asphaltstraße treffen. Wir folgen dieser Straße, bis wir zu einer Schotterstraße gelangen, auf der wir den Markierungen bis zum Schrogentor folgen.

    Nach dem Schrogentor gehen wir rechts über die Wiese hinauf und verlassen diese durch ein Gatter. Wir folgen dem Weg 568 in Richtung St. Oswald/Kloster, der uns direkt bis zur Kirche in diesem Ort führt. Die Kirche ist ein idyllischer Ort, an dem wir zum Verweilen eingeladen sind. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Kirche setzen wir unsere Wanderung fort und erreichen das Gasthaus Triftweber.

    Vom Gasthaus Triftweber aus haben wir die Möglichkeit, den direkten Weg nach Osterwitz zu nehmen. Wir folgen dem Wallfahrerweg (Weg 553) und passieren das Frauentaler Wallfahrerkreuz und die Christopherusstatue beim Tschreppl. Nach etwa 1,5 Stunden erreichen wir Osterwitz.

    Variante über die Jakobskirche in Freiland

    Die Variante über die Jakobskirche in Freiland ist 21,5 km lang und bietet uns die Möglichkeit, die Schönheiten dieses Ortes zu erleben. Wir beginnen unsere Wanderung wie beim direkten Weg und folgen dem Weg 569 bis zum Gasthaus Triftweber. Von dort aus gehen wir die Landesstraße für etwa 6 km bergab, um die Jakobskirche in Freiland zu erreichen.

    Die Jakobskirche ist ein beeindruckendes Bauwerk, das uns zum Verweilen einlädt. Wir können die Schönheiten dieses Ortes genießen und uns an der Jakobsstatue erfreuen. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Kirche setzen wir unsere Wanderung fort und folgen der Landesstraße zurück, bis wir nach etwa 2 km in Richtung Osterwitz links einbiegen.

    Wir pilgern weiter am Wallfahrerweg (Weg 553) und passieren das Frauentaler Wallfahrerkreuz und die Christopherusstatue beim Tschreppl. Nach etwa 1,5 Stunden erreichen wir Osterwitz.

    Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

    In Osterwitz gibt es verschiedene Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Wir können im Gasthaus Triftweber einkehren oder in der Trahütter-Hütte übernachten, die sich direkt am Jakobsweg befindet. Es ist ratsam, die Quartiere frühzeitig zu reservieren, da die Kapazitäten begrenzt sind.

    • Hoiswirt (Pilgerbetrieb) – Modriach-Winkel 161, 8583 Modriach, Telefon: 03146 20045, Mobil: 0660 6535252, www.hoiswirt.at
    • Gasthaus Triftweber – Kloster 24, 8530 Klosterwinkel, Telefon: 03469/511
    • Bauernhof Kleinerhansl – Klosterwinkel 31, AT-8530, Kloster, Tel: 03469/538, https://www.capcorn.com/kleinerhansl/index.htm
    • Privatzimmer Christine Reinisch in Osterwitz – A-8530 Osterwitz 8, Telefon: +43 664 3117721, E-Mail: christine(at)gasthofzach.at
    • Trahütter-Hütte (Pilgerbetrieb) – A-8530 Osterwitz 4, Telefon: 0664/3772288, Kontakte außerhalb der Saison Telefon: 03462/58 06

    Stempelstellen

    6. Etappe Weststeirischer Jakobsweg: Osterwitz – Koralpenschutzhaus

    weststeirisch wappen steiermark

    Die sechste Etappe des Weststeirischen Jakobswegs führt uns von Osterwitz zum Koralpenschutzhaus. Diese Etappe ist 16,7 km lang und bietet uns eine atemberaubende Aussicht auf die steirische und kärntnerische Bergwelt.

    Wegbeschreibung

    Wir beginnen unsere Wanderung in Osterwitz und folgen dem Weg 553 in Richtung Kirche. Wir passieren die Volksschule und das Gemeindeamt und nehmen links einen Weg durch den Wald. Wir treffen wieder auf die Straße und sehen auf der linken Seite beim Gatter die Straßenabzweigung zur Trahüttner Hütte.

    Wir bleiben am landschaftlich reizvolleren Wanderweg 553 und folgen der Markierung durch Wald und Wiesen bis zur Trahütter Hütte auf 1.317m Seehöhe. Nach einer kurzen Rast marschieren wir weiter am Weg 553 in Richtung Poschalm und passieren die Jagdhütte mit dem schwarzen Herrgott.

    Wir folgen dem Wegverlauf bis zum Kreuzungspunkt Wildbachsattel-Glashütten und gehen steil bergauf durch den Wald in Richtung Handhöhkreuz Weinebene. Beim Handhöhkreuz folgen wir wieder der Markierung bis wir zur Pauluskapelle bei der Passhöhe Weinebene ankommen.

    Von der Weinebene folgen wir dem Weitwanderweg 505 und gehen links am GH Pichler Alm in Richtung Hühnerstütze und Grillitschhütte. Wir genießen das malerische Panorama der steirisch/kärntnerischen Bergwelt und pilgern auf der Schotterstraße entlang der Brandhöhe und des Moschkogels bis hinunter zur Abzweigung „Grillitschhütte.“

    Wir halten uns links und gehen steil bergauf über die „Hühnerstütze“ (1.979m). Am Grad entlang wandernd, sehen wir rechts unten das Große Kar und vor uns erblicken wir erstmals das Gipfelkreuz vom Koralpenspeik auf 2.140m Seehöhe mit den Goldhauben.

    Seitlich vorbei, entlang des Seespitzes stetig bergauf, gelangen wir zum höchsten Punkt des Jakobsweges auf 2.140m Seehöhe, dem Gipfelkreuz des Koralpenspeiks. Bei klaren Wetterverhältnissen genießen wir die prächtige Aussicht auf die steirische und kärntnerische Bergwelt.

    Danach folgt nur mehr ein kurzer Abstieg am Weg 505 zum gelegenen Koralpen-Schutzhaus (1.966m). Wir haben das Ziel der 6. Etappe erreicht.

    Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

    • Trahütter-Hütte – A-8530 Osterwitz 4, Telefon: 0664/3772288, Kontakte außerhalb der Saison Telefon: +43 3462 58 06
    • Alpengasthaus „Weinofenblick“ (Pilgerbetrieb) – Obergösel 62, 9413 St. Gertraud, Telefon: 0664/ 36 29 708, e-mail: weinofenblick@gmx.at
    • Gösler Hütte Weinebene – Obergösel 58, 9413 St. Gertraud, Telefon: 0664/3024510 oder 0664/5318741, www.goesler-huette.at
    • Koralpen – Haus – Goding 50, 9431 St. Stefan, Telefon:+43 664 5219797 oder +43 699 10877387, https://www.alpenverein.at/koralpenhaus

    Stempelstellen

    • Trahütter-Hütte in Osterwitz, Pilgerstempel
    • Alpengasthaus „Weinofenblick“, Pilgerstempel
    • Koralpenschutzhaus derzeit geschlossen!

    Der Weststeirische Jakobsweg ist ein einzigartiges Erlebnis, das uns durch eine atemberaubende Landschaft führt. Die 5. und 6. Etappe bieten uns die Möglichkeit, die Schönheiten der Steiermark und Kärntens zu erleben und uns an der Natur zu erfreuen. Wir sollten uns auf die Wanderung vorbereiten und die Quartiere frühzeitig reservieren, um sicherzustellen, dass wir eine angenehme und sichere Reise haben.

  • Von Bärnbach über Edelschrott

    Von Bärnbach über Edelschrott

    Auf dem Weststeirischen Jakobsweg: Von Bärnbach über Edelschrott nach Modriach

    bärnbach bis modriach

    Die dritte und vierte Etappe des spirituellen Wanderwegs durch die Weststeiermark

    Der Weststeirische Jakobsweg, ein Teilstück des europäischen Jakobswegnetzes, führt Pilger und Wanderfreunde durch die malerische Landschaft der Weststeiermark. Nachdem wir in unserem vorherigen Artikel die ersten beiden Etappen von Thal nach Bärnbach erkundet haben, widmen wir uns nun den Etappen drei und vier, die von Bärnbach über Edelschrott bis nach Modriach führen.

    Dritte Etappe: Bärnbach nach Edelschrott (17 km)

    Die dritte Etappe beginnt in Bärnbach, wo die berühmte Hundertwasser-Kirche mit ihren bunten Fassaden und goldenen Kuppeln einen markanten Startpunkt bildet. Von hier aus führt der Weg zunächst in Richtung Maria Lankowitz, wobei man die Stadt auf gut markierten Pfaden verlässt und allmählich in die grüne Landschaft der Weststeiermark eintaucht.

    Nach etwa 4 Kilometern erreicht man Maria Lankowitz mit seiner bedeutenden Wallfahrtskirche, die der Heiligen Maria geweiht ist. Die Kirche, ein barockes Juwel aus dem 17. Jahrhundert, beherbergt eine Sammlung von Votivgaben und ist ein wichtiger spiritueller Ort für Pilger. Ein kurzer Abstecher lohnt sich, um die prachtvolle Innenausstattung und die Ruhe des Ortes zu genießen.

    Von Maria Lankowitz führt der Weg weiter durch sanft ansteigende Wiesen und Felder. Die Landschaft öffnet sich immer wieder und bietet beeindruckende Ausblicke auf die umliegenden Hügel und Täler. Nach weiteren 5 Kilometern erreicht man den Hirzmann-Stausee, eine künstlich angelegte Wasserfläche, die heute ein beliebtes Naherholungsgebiet ist. Der See, umgeben von dichten Wäldern, bietet eine idyllische Kulisse für eine wohlverdiente Rast.

    Nach dem Stausee wird der Anstieg merklich steiler. Auf den nächsten 4 Kilometern überwindet man einen Höhenunterschied von etwa 400 Metern. Der Weg führt durch dichte Nadelwälder, die im Sommer angenehmen Schatten spenden. Immer wieder öffnen sich Lichtungen, die spektakuläre Ausblicke auf die steirische Berglandschaft freigeben. Die Anstrengung des Aufstiegs wird durch diese Panoramen mehr als entschädigt.

    Der letzte Abschnitt der Etappe führt über sanfte Hügel und durch kleine Waldstücke, bevor man schließlich nach insgesamt 17 Kilometern Edelschrott erreicht. Die Pfarrkirche von Edelschrott, dem Heiligen Nikolaus geweiht, ist ein schlichter, aber eindrucksvoller Bau, der zum Verweilen und zur Reflexion einlädt. Der Ort selbst bietet mit seinen gemütlichen Gasthöfen eine willkommene Gelegenheit zur Erholung nach dem anstrengenden Tag.

    Vierte Etappe: Edelschrott nach Modriach (15 km)

    Die vierte Etappe beginnt in Edelschrott und führt zunächst leicht bergauf in Richtung Norden. Der Weg verläuft anfangs entlang von Wiesen und Feldern, bevor er nach etwa 3 Kilometern in einen dichten Mischwald eintaucht. Hier steigt der Pfad kontinuierlich an und überwindet in den nächsten 5 Kilometern einen Höhenunterschied von etwa 300 Metern.

    Der Waldweg ist gut ausgebaut und führt durch abwechslungsreiche Vegetation. Besonders im Frühjahr, wenn die ersten Waldblumen blühen, und im Herbst, wenn das Laub in allen Farben leuchtet, ist dieser Abschnitt ein wahres Naturerlebnis. Immer wieder öffnen sich Lichtungen, die Ausblicke auf die umliegende Bergwelt bieten.

    Nach etwa 8 Kilometern erreicht man den höchsten Punkt der Etappe. Von hier aus führt der Weg leicht abwärts durch weitläufige Waldgebiete. Die Stille des Waldes, unterbrochen nur vom Gesang der Vögel und dem Rauschen des Windes in den Baumkronen, lädt zur Meditation und inneren Einkehr ein – ganz im Sinne einer Pilgerwanderung.

    Die letzten 4 Kilometer führen durch eine offene Landschaft mit Wiesen und einzelnen Bauernhöfen. Die sanften Hügel der Weststeiermark breiten sich vor dem Wanderer aus und bieten ein malerisches Panorama. Schließlich erreicht man nach insgesamt 15 Kilometern das kleine Dorf Modriach.

    Die Pfarrkirche von Modriach, ein schlichter Bau aus dem 15. Jahrhundert, bildet den Endpunkt dieser Etappe. Das Innere der Kirche besticht durch seine ruhige Atmosphäre und lädt zum Verweilen und zur Reflexion ein. Das Dorf selbst ist ein typisches steirisches Bauerndorf, das mit seiner authentischen Atmosphäre einen starken Kontrast zum hektischen Alltag bildet.

    Unterkünfte und Verpflegung

    Maria Lankowitz Kloster

    Entlang dieser beiden Etappen finden Pilger und Wanderer verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten. In Maria Lankowitz gibt es mehrere Gasthöfe und Pensionen, die speziell auf die Bedürfnisse von Pilgern eingestellt sind. In Edelschrott stehen neben Gasthöfen auch private Zimmervermieter zur Verfügung, die oft einen Pilgertransfer zum nächsten Etappenziel anbieten.

    In Modriach ist das Angebot an Unterkünften begrenzter, aber es gibt einige Privatunterkünfte und einen Gasthof, die Pilgern Obdach bieten. Es empfiehlt sich, Reservierungen im Voraus zu tätigen, besonders während der Hauptsaison von Mai bis September, da die Unterkünfte entlang des Weges begrenzt sind.

    Verpflegungsmöglichkeiten gibt es in den größeren Ortschaften wie Maria Lankowitz und Edelschrott, wo mehrere Gasthäuser regionale Spezialitäten anbieten. In Modriach ist das gastronomische Angebot beschränkter, aber der örtliche Gasthof bietet herzhafte steirische Küche. Für die Strecken zwischen den Ortschaften sollten Wanderer ausreichend Wasser und Proviant mitnehmen, da es unterwegs kaum Einkehrmöglichkeiten gibt.

    Praktische Hinweise

    Die beste Zeit für eine Wanderung auf diesen Etappen des Weststeirischen Jakobswegs ist von April bis Oktober. In den Sommermonaten kann es sehr warm werden, daher ist ein früher Start am Morgen empfehlenswert. Im Frühjahr und Herbst sollte man auf wechselhaftes Wetter vorbereitet sein.

    Festes Schuhwerk ist unerlässlich, da einige Abschnitte des Weges über unebenes Gelände führen. Auch wetterfeste Kleidung sollte im Gepäck nicht fehlen, da das Wetter in der Region schnell umschlagen kann. Ein Wanderstock kann besonders bei den steileren Anstiegen und Abstiegen eine wertvolle Hilfe sein.

    Die Wege sind durchgehend gut markiert mit dem typischen Jakobsweg-Symbol, der gelben Muschel auf blauem Grund. Zusätzlich finden sich an wichtigen Kreuzungen Hinweisschilder, die den weiteren Verlauf des Weges anzeigen. Eine detaillierte Wanderkarte oder ein GPS-Gerät kann dennoch nützlich sein, besonders bei Nebel oder schlechter Sicht.

    Spirituelle Dimension

    Der Weststeirische Jakobsweg ist nicht nur eine Wanderroute, sondern auch ein spiritueller Pfad. Die Kirchen und Kapellen entlang des Weges laden zur Einkehr und Besinnung ein. Viele Pilger nutzen die Zeit des Wanderns für Meditation und innere Reflexion. Die Stille der Natur, besonders in den ausgedehnten Waldgebieten zwischen Edelschrott und Modriach, bietet dafür den idealen Rahmen.

    Die dritte und vierte Etappe des Weststeirischen Jakobswegs führen durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die von sanften Hügeln, dichten Wäldern und idyllischen Dörfern geprägt ist. Sie bieten sowohl für erfahrene Wanderer als auch für spirituell Suchende ein eindrucksvolles Erlebnis. Die Kombination aus körperlicher Herausforderung, kulturellen Entdeckungen und spirituellen Momenten macht diese Etappen zu einem unvergesslichen Teil des Jakobswegs durch die Steiermark.

    Wer sich auf diese Etappen begibt, wird nicht nur die Schönheit der steirischen Landschaft erleben, sondern auch die Gastfreundschaft der Menschen und die reiche kulturelle Tradition dieser Region kennenlernen. Der Weg lädt ein, den Alltag hinter sich zu lassen und sich auf eine Reise zu begeben, die nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich bereichert.

  • Der Weststeirische Jakobsweg

    Der Weststeirische Jakobsweg

    Auf den Spuren der Pilger: Der Weststeirische Jakobsweg – Etappen 1 & 2

    Von einem begeisterten Wanderer für das Wandermagazin

    Der Weststeirische Jakobsweg zählt zu den schönsten Pilgerwegen Österreichs und führt durch die malerische Landschaft der Steiermark. Als leidenschaftlicher Wanderer durfte ich die ersten beiden Etappen dieses spirituellen Weges erkunden – eine Reise, die nicht nur die Beine, sondern auch die Seele bewegt.

    Die Geschichte des Weges

    Am 25. Juli 2010 feierlich eröffnet, gliedert sich der Weststeirische Jakobsweg in acht abwechslungsreiche Etappen. Der Hauptweg beginnt bei der kunstvoll von Ernst Fuchs gestalteten Jakobskirche in Thal bei Graz und führt über St. Pankrazen zur Jakobskirche in Geistthal. Alternativ kann man auch bei der Abtei in Seckau starten und über einen Anschlussweg zum Hauptweg gelangen.

    Von Geistthal führt der Weg weiter über Bärnbach, Piber, Köflach, Edelschrott, Modriach, Osterwitz und die Weinebene bis nach Lavamünd in Kärnten, wo er auf den südösterreichischen Jakobsweg trifft. Die Etappen wurden so konzipiert, dass sie für durchschnittliche Wanderer gut zu bewältigen sind, mit Übernachtungsmöglichkeiten an jedem Etappenende.

    Etappe 1: Thal – St. Pankrazen (20,3 km)

    jakobsweg St. Pankrazen

    Der Weg beginnt

    Mein Pilgerweg startet an der beeindruckenden Jakobskirche in Thal. Die von Ernst Fuchs gestaltete Kirche ist bereits ein Highlight für sich und stimmt auf die spirituelle Reise ein. Von hier führt der Weg zunächst durch den Ort, vorbei an der Raiffeisenbank und dem Musikheim, bevor er in die Eckstraße abbiegt.

    Nach dem Ortsende Thal-Eck taucht der Pfad in einen ruhigen Wald ein – hier beginnt die erste Begegnung mit der Natur, die uns auf dem gesamten Jakobsweg begleiten wird. Der Weg führt bergauf zum Kapellenweg und weiter zum Jostbauer Kreuz, einem der vielen spirituellen Orte entlang des Weges.

    Kulturelle Schätze am Wegesrand

    Ein besonderes Highlight dieser Etappe ist das bezaubernde Schloss Plankenwarth, das sich majestätisch in die Landschaft einfügt. Die Geschichte dieses Schlosses reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als es erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ursprünglich als Höhenburg errichtet, diente es zur Überwachung der Straße von Judendorf-Straßengel nach Sankt Oswald.

    Die Burg Plankenwarth war einst Sitz bedeutender steirischer Adelsgeschlechter und ein wichtiges Glied in der Kette von Wehrburgen gegen die ins Land drängenden Türken. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Schloss mehrfach seine Besitzer, darunter die Herren von Plankenwarth, die Timmersdorfer, die Herren von Ungnad und die Familie Stürgkh. Besonders interessant ist die Ludwigsburg, die im 16. Jahrhundert von Ludwig Stürgkh errichtet wurde und später als Vorburg und Wirtschaftshof diente.

    Im Jahr 1754 wurde die Burg unter Karl Leopold von Herberstein zu einem barocken Schloss umgebaut. Heute befindet sich das Schloss in Privatbesitz und beherbergt eine Schlossschenke sowie Ausstellungsräume. Die Anlage ähnelt einem Trapez mit bis zu drei Meter dicken Mauern und verfügt über einen Rundturm, einen halbrunden Turm und einen viereckigen Bergfried. Der dreieckige Innenhof weist im Stil der Spätrenaissance errichtete Säulenarkaden auf.

    Nach einer Stärkung im Gasthaus Binderwirt geht es weiter zur Kirche St. Oswald bei Plankenwarth auf 550 m Seehöhe.

    In Stiwoll lohnt sich unbedingt ein Besuch der spätromanischen Kirche. Zu ihren Schätzen gehören die Barbaraglocke, eine der ältesten Glocken der Steiermark, das Fresko des Hl. Christopherus an der Nordseite, der historische Taufstein und das tiefer gelegte Skelett vor dem Altar, das vermutlich vom Stifter der ersten Kapelle stammt – ein faszinierendes Zeugnis mittelalterlicher Geschichte.

    Naturerlebnis und Ausblicke

    Der Weg führt weiter durch den Stiwollgraben und schließlich bergauf nach St. Pankrazen/Gschnaidt, dem Ziel der ersten Etappe. Mit 581 Höhenmetern im Aufstieg und 281 im Abstieg ist diese Etappe moderat anspruchsvoll, belohnt aber mit wunderschönen Ausblicken auf die weststeirische Hügellandschaft.

    Etappe 2: St. Pankrazen – Bärnbach (26,6 km)

    Bärnbach, St. Barbarakirche

    Durch Wald und Wiesen

    Die zweite Etappe des Jakobsweg beginnt in St. Pankrazen und führt zunächst entlang einer asphaltierten Straße in Richtung Geistthal. Nach etwa 1,4 km biegt der Weg rechts ab, vorbei an einem Transformator, und führt durch den Wald zum Kohlbauerkreuz. Kurz vor dem Bauernhof Kesslmeixner geht es links in Richtung Wald, wo man den Markierungen 563 über Wald- und Wiesenwege bergab folgt, bis man zur Landesstraße gelangt.

    Ein kurzer Marsch auf der Landesstraße führt zur Jakobskirche in Geistthal, deren erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1245 zurückgeht – ein weiterer historischer Schatz am Wegesrand.

    Höhepunkte und Panoramen

    Nach der Kirche Geistthal biegt der Weg links auf den Römaskogel ein und führt bergauf mit atemberaubenden Ausblicken auf die weststeirische Hügellandschaft. Der Weg führt weiter zum Fürstaller Kreuz und dann über den Weg 538 A zum Anwesen Wilhelm in der Gemeinde Kohlschwarz.

    Ein besonderes Highlight dieser Etappe ist der erste Blick übers Kainachtal, der sich beim Anwesen Wilhelm eröffnet. Bei klarer Sicht kann man sogar bis zur Koralpe mit der markanten Goldhaube sehen. Der Weg führt weiter über Wiesen- und Waldwege durch die Lipizzanerheimat, vorbei an der Raudnerkapelle bis zum Kreuzungspunkt Luckner auf 630 m.

    Ankunft in Bärnbach und die Hundertwasserkirche

    Von Hochtregist aus geht es bergab in Richtung Bärnbach. Auf der rechten Seite passiert man das Stölzle Glas-Center mit seinem sehenswerten Glasmuseum und Ausstellungszentrum – ein Zeugnis der regionalen Handwerkskunst. Nach Überquerung der Brücke der Voitsbergerstraße erreicht man das Zentrum von Bärnbach und schließlich die St. Barbara-Kirche, das Ziel der zweiten Etappe.

    Die St. Barbara-Kirche in Bärnbach ist ein wahres Juwel und ein Highlight für jeden Pilger. Ursprünglich in den 1950er Jahren erbaut, wurde sie in den Jahren 1987/88 vom berühmten österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser zu einem farbenfrohen Kunstwerk umgestaltet. Die Kirche, die der Heiligen Barbara, der Schutzheiligen aller Bergleute, geweiht ist, spiegelt die Geschichte der Region als Zentrum des Kohle-Bergbaus wider.

    Hundertwasser verwandelte die ursprünglich schlichte Kirche in ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk. Die Fassade ist mit bunten Keramikmosaiken verziert, das Dach bunt gestaltet und mit vergoldeten Kugeln und einer Turmzwiebel gekrönt. Besonders bemerkenswert ist der Prozessionsweg rund um die Kirche, der ganz im Stil Hundertwassers unregelmäßig und wellig geformt ist und von zwölf Torbögen gesäumt wird. Diese symbolisieren die zwölf Weltreligionen und setzen mit deren Symbolen ein Zeichen für Ökumene, Dialog und Toleranz.

    Interessanterweise verzichtete Hundertwasser auf ein Honorar für seine Arbeit und bezahlte sogar die erste Vergoldung des Kirchturmdaches selbst. Der eher schlichte Innenraum der Kirche lädt zur Stille und zum Gebet ein und zeigt Werke heimischer Künstler. Bei einer Kirchenführung erfährt man mehr über die reiche Symbolik und die Entstehung dieses einzigartigen Kunstwerks.

    Wissenswertes zur Region

    Die Lipizzanerheimat

    Die Lipizzanerheimat, durch die der Weststeirische Jakobsweg führt, vereint auf einzigartige Weise Tradition und Moderne. Weltbekannte Künstler haben hier ihre Spuren hinterlassen: Friedensreich Hundertwasser gestaltete die St. Barbarakirche und Prof. Ernst Fuchs den Mosesbrunnen in Bärnbach.

    Ein absolutes Highlight der Region ist das Lipizzanergestüt Piber, das nur einen Katzensprung von Bärnbach entfernt liegt. Seit 1920 ist Piber der Geburtsort der berühmten Lipizzanerhengste der Spanischen Hofreitschule in Wien. Das Gestüt liegt in der sanften Hügellandschaft der Weststeiermark und bietet Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Welt der edlen weißen Pferde.

    Die Geschichte des Gestüts reicht bis ins Jahr 1798 zurück, als beim Schloss Piber, einem ehemaligen Kloster des Stiftes St. Lambrecht, ein Gestüt zur Zucht von militärischen Pferden eingerichtet wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1920, wurde die Zucht der Lipizzaner, die bis dahin im Gestüt Lipizza in der Krain (heute Lipica in Slowenien) beheimatet war, nach Piber verlegt.

    Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Pferde nach Hostau (heute Hostouň in Tschechien) gebracht. Nach Kriegsende bestand die Gefahr, dass die Zuchtpferde in sowjetische Hände fallen würden. Der damalige Gestütstierarzt überzeugte den amerikanischen General George S. Patton, die Pferde im Rahmen der „Operation Cowboy“ nach Oberösterreich in Sicherheit zu bringen. Erst 1952 kehrten die Pferde nach Piber zurück.

    Das Lipizzanergestüt Piber ist weltweit das einzige, in dem Stuten aller 17 klassischen Stutenfamilien vertreten sind. Zum Gestüt gehören nicht nur Stallungen, sondern auch ausgedehnte Weide- und Almflächen. Jährlich findet ein traditioneller Almabtrieb statt, bei dem die Pferde zu Fuß von den bis zu 25 km entfernten Almen zurückkehren, gefolgt von der traditionellen Pferdesegnung in Maria Lankowitz.

    Das Wissen um die Lipizzanerzucht wurde 2016 von der UNESCO in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich und 2022 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen – eine Anerkennung der kulturellen Bedeutung dieser Tradition.

    Besucher können im Gestüt die historischen Stallungen und Koppeln besichtigen, das imposante Barockschloss erkunden und im angeschlossenen Kutschenmuseum historische Schaustücke aus der Gründungszeit der Lipizzanerzucht bewundern. Geführte Gestütsbesichtigungen, Kutschenfahrten und Almführungen bieten einen lebendigen Einblick in die Welt der Lipizzaner.

    Weitere Sehenswürdigkeiten der Region

    Für Erholungssuchende bietet die Therme NOVA in Köflach Entspannung, während der Hirzmann Stausee, der Packer Stausee, der Sobother Stausee, die Freizeitinsel Piberstein und das Schlossbad Bärnbach für Abkühlung sorgen.

    Das Stölzle Glas-Center in Bärnbach mit seinem Glasmuseum und Ausstellungszentrum ist ebenfalls einen Besuch wert. Die Geschichte der Glaserzeugung ist eng mit dem Bergbau der Region verbunden und bietet einen interessanten Einblick in dieses traditionelle Handwerk.

    Für Aktivurlauber bietet die Region zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und für andere Outdoor-Aktivitäten. Der Kletterpark Piber mit über 60 Stationen auf sieben Parcours ist ein besonderes Highlight für Abenteuerlustige.

    Praktische Tipps für Pilger

    An jedem Etappenziel und bei jeder Jakobskirche entlang des Weges findet sich ein Pilgerstein, der die noch zu gehenden Kilometer bis zum Ziel in Santiago de Compostela anzeigt. Bei den „Pilgerkastln“ am Jakobsweg haben Wanderer die Möglichkeit, ihre Gedanken und Erlebnisse in einem Buch niederzuschreiben – eine schöne Tradition, die zum Innehalten einlädt.

    Für den Pilgerpass, der für einen Unkostenbeitrag von fünf Euro erhältlich ist, kann man sich an den Verein zur Förderung der Steirischen Jakobswege wenden. Stempelstellen für den Pass finden sich an zahlreichen Orten entlang des Weges, darunter Pfarrämter, Gasthöfe und private Unterkünfte.

    Die beste Reisezeit für den Weststeirischen Jakobsweg ist von März bis November. In den Sommermonaten sollte man ausreichend Sonnenschutz und genügend Wasser mitnehmen, da einige Abschnitte wenig Schatten bieten. Im Frühjahr und Herbst empfiehlt sich wetterfeste Kleidung, da das Wetter in der Region wechselhaft sein kann.

    Für die Anreise zum Startpunkt in Thal bei Graz kann man öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Mit dem Bus Nr. 85 vom Hauptbahnhof in Graz fährt man bis nach Graz Gösting (Endstation), steigt dort in den Bus Nr. 48 um und fährt bis zur Haltestelle Thal-Kirchberg. Von dort führt eine kleine steile Straße (ca. 300 m) bergauf zur Jakobskirche in Thal.

    Fazit

    Der Weststeirische Jakobsweg ist mehr als nur eine Wanderroute – er ist eine Reise zu sich selbst, gespickt mit kulturellen Schätzen, atemberaubenden Landschaften und herzlicher Gastfreundschaft. Die ersten beiden Etappen geben einen wunderbaren Vorgeschmack auf das, was Pilger auf dem gesamten Weg erwartet: eine perfekte Mischung aus spirituellem Erlebnis, kultureller Bereicherung und naturnahem Wandergenuss in einer der schönsten Regionen Österreichs.

    Die Kombination aus historischen Burgen und Schlössern, kunstvoll gestalteten Kirchen, dem weltberühmten Lipizzanergestüt und der malerischen Landschaft macht den Weststeirischen Jakobsweg zu einem einzigartigen Erlebnis für Pilger und Wanderer gleichermaßen. Jeder Schritt auf diesem Weg ist nicht nur eine Bewegung im Raum, sondern auch eine Reise durch die Zeit und in die eigene Seele – ganz im Sinne des wahren Pilgergedankens.

    [Quellen: Region Graz, Jakobsweg Weststeiermark, Burg Plankenwarth – Wikipedia, St. Barbara Kirche – Hundertwasser, Lipizzanergestüt Piber]