Kategorie: Weststeiermark

  • 7. & 8.Etappe Weststeirischer Jakobsweg

    7. & 8.Etappe Weststeirischer Jakobsweg

    7. Etappe Weststeirischer Jakobsweg: Koralpenschutzhaus – Soboth

    7. etappe Soboth

    Die 7. Etappe des Weststeirischen Jakobswegs führt uns von dem majestätischen Koralpenschutzhaus bis nach Soboth, einem malerischen Bergdorf, das tief in den waldreichen Hügeln der Steiermark eingebettet ist. Diese Etappe ist nicht nur eine Herausforderung für Wanderer, sondern auch eine Reise durch die atemberaubende Natur und die reiche Kultur der Region.

    Die Strecke

    Die 7. Etappe erstreckt sich über eine Distanz von 17,7 km und bietet eine Vielzahl von Landschaften und Erfahrungen. Der Aufstieg beträgt 204 m, während der Abstieg mit 1078 m deutlich steiler ist. Die durchschnittliche Wanderzeit für diese Etappe liegt bei etwa 6 Stunden. Der höchste Punkt der Etappe ist das Koralpenschutzhaus auf 2045 m, während der tiefste Punkt in Soboth auf 1061 m liegt. Die beste Zeit, um diese Etappe zu bewältigen, ist zwischen Juni und Oktober, wenn das Wetter mild und die Wege frei von Schnee sind.

    Wegbeschreibung

    Die Etappe beginnt am Koralpenschutzhaus, einem wichtigen Punkt auf dem Jakobsweg. Von hier aus folgen wir dem Weg 505 für etwa 1,3 km, bevor wir rechts auf den Weg 560 in Richtung Jauksattel abbiegen. Der Weg führt uns über Almen und Wiesen bergab, vorbei an einem großen Stein und dem „Luckerten Felsen“ bis zum Wallfahrerkreuz Jauksattel. Es ist wichtig, auf die Wegmarkierungen zu achten, besonders im Bereich Jauksattel bis zur Dreieckhütte.

    Nach dem Passieren des Wallfahrerkreuzes führt uns der Weg leicht ansteigend seitlich am Kleinalpl vorbei über den Kleinschneiderkogel und Handhab sowie dem Dreieckkogel bis zur Dreieckhütte auf 1452 m. Die Dreieckhütte bietet bei klarem Wetter einen atemberaubenden Blick auf die Süd- und Weststeiermark. Es ist jedoch zu beachten, dass die Hütte nur bis etwa den 10. September geöffnet ist, weshalb es ratsam ist, ausreichend Getränke und Proviant für die Etappe mitzunehmen.

    Von der Dreieckhütte aus setzen wir unseren Weg Richtung Süden fort, folgen dem Weg 560 und den Jakobswegweisern. Wir passieren die Jagdhütte Loining und folgen schönen Waldpfaden bis zum Gasthaus Lindner. Nach etwa 10 Minuten queren wir die B 69 und erreichen das waldreiche Bergdorf Soboth mit seiner Ortskirche St. Jakob und dem Jakobihaus.

    Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

    Für Pilger und Wanderer gibt es entlang der Strecke und in Soboth verschiedene Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Einige der empfehlenswerten Unterkünfte sind:

    • Koralpen-Haus: Direkt am Jakobsweg gelegen, bietet es Zimmer und Lager an. Kontakt: +43 664 5219797 oder +43 699 10877387.
    • Dreieckhütte: Bietet einfache Übernachtungsmöglichkeiten für Pilger und ist von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet. Kontakt: 03460/232.
    • Gasthof Lindner: Befindet sich direkt am Jakobsweg, etwa 500 m vor dem Ortszentrum von Soboth. Kontakt: 03460/205, gasthaus.lindner@aon.at.
    • Gasthof und Frühstückspension Mörth: Direkt am Jakobsweg in Soboth, bietet Zimmer an. Kontakt: +43 (0) 664 30 20 668, +43 (0) 3460 208, gasthof.moerth@tele2.at.
    • Alpengasthof Messner: Im Ortszentrum von Soboth, bietet Zimmer an. Kontakt: 03460/209, office@hotel-messner-soboth.at.

    Stempelstellen

    Für die Dokumentation der Wanderung auf dem Jakobsweg gibt es verschiedene Stempelstellen entlang der Strecke:

    • Koralpenschutzhaus (Hüttenstempel)
    • Gasthof Lindner in Soboth (Pilgerstempel)
    • Gasthaus Mörth in Soboth (Pilgerstempel)
    • Alpengasthof Messner in Soboth (Pilgerstempel)
    • Verein zur Förderung der steirischen Jakobswege in Bärnbach (für weitere Informationen: www.jakobsweg-weststeiermark.at, jakobsweg-weststeiermark@gmx.at)

    8. Etappe Weststeirischer Jakobsweg: Soboth – Lavamünd

    Kirche hl. Helena und Maria Magdalena, Lavamünd

    Die 8. und letzte Etappe des Weststeirischen Jakobswegs führt uns von Soboth nach Lavamünd, einem Ort, der für seine landschaftliche Schönheit und seine reiche Geschichte bekannt ist. Diese Etappe ist eine Herausforderung, die uns durch dichte Wälder, über Bergstraßen und entlang idyllischer Bäche führt.

    Die Strecke

    Die 8. Etappe erstreckt sich über eine Distanz von 20,3 km und bietet eine Vielzahl von Herausforderungen und landschaftlichen Schönheiten. Der Aufstieg beträgt 535 m, während der Abstieg mit 1242 m deutlich steiler ist. Die durchschnittliche Wanderzeit für diese Etappe liegt bei etwa 7 Stunden. Der höchste Punkt der Etappe ist der Kreuzungspunkt Weintrattl auf 1437 m, während der tiefste Punkt in Lavamünd auf 342 m liegt. Die beste Zeit, um diese Etappe zu bewältigen, ist zwischen Mai und Oktober.

    Wegbeschreibung

    Bevor wir Soboth verlassen, sollten wir unsere Trink- und Proviantvorräte auffüllen, da es bis Lavamünd keine Einkehrmöglichkeiten gibt. Wir folgen dem Wegweiser 06/03A Richtung Lavamünd und beginnen unsere Wanderung auf einer asphaltierten Straße, bevor wir links in einen Waldweg abbiegen. Der Weg führt uns über die Überreste der Kappmühle, wo wir den Gaschitzbach überqueren, und weiter bis zur Laßnighube und dem Anwesen Karnitschnig.

    Wir folgen dem Wiesenweg bis zum „Jagahanslkreuz“ und marschieren dann auf einer Forststraße bis hinunter zum Fuße der Staumauer des Sobother Stausees. Nach einer steilen Passage bergauf erreichen wir den Kreuzungspunkt Weintrattl, den höchsten Punkt unserer Etappe. Von hier aus folgen wir den Markierungen des Jakobswegs und der Europäischen Weitwanderwege 03/06 bergab Richtung Lavamünd.

    Der Weg führt uns vorbei an verschiedenen Gehöften, wie dem Lorenzenberg, Jankitz und Rechberger, bis hin zum ehemaligen Gasthaus Strohmaier, wo wir einen Abstecher zur Kirche St. Lorenzen machen. Weiter bergab erreichen wir das Anwesen Jamnik und folgen dann dem Multererbach entlang, bis wir den bestehenden südösterreichischen Jakobsweg erreichen.

    Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

    In Lavamünd angekommen, haben wir das Ende des weststeirischen Jakobsweges erreicht. Für die letzte Etappe gibt es in Lavamünd verschiedene Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:

    • Gasthof Hüttenwirt: Bietet Zimmer an und hat einen Pilgerstempel. Kontakt: 04356/2310, info@gasthof-huettenwirt.at.
    • Gasthof Torwirt: Bietet Zimmer an. Kontakt: 04356/22 28, info@torwirt.at.
    • Posthostel Lavamünd: Bietet Zimmer an. Kontakt: +43 664 / 39 411 61 oder +43 664 / 92 158 65, www.posthostel.at.

    Stempelstellen

    Für die Dokumentation der Wanderung auf dem Jakobsweg gibt es in Lavamünd folgende Stempelstelle:

    • Gasthof Hüttenwirt in Pfarrdorf bei Lavamünd (Pilgerstempel)

    Der Weststeirische Jakobsweg ist eine Reise durch die atemberaubende Natur und die reiche Kultur der Steiermark. Mit seinen vielfältigen Landschaften, von dichten Wäldern bis hin zu malerischen Bergdörfern, bietet er Wanderern und Pilgern eine unvergessliche Erfahrung. Die sorgfältige Planung und Vorbereitung, einschließlich der Reservierung von Unterkünften und der Mitnahme von ausreichend Proviant, ist für eine erfolgreiche Bewältigung der Etappen unerlässlich.

  • Etappe Weststeirischer Jakobsweg

    Etappe Weststeirischer Jakobsweg

    5. Etappe Weststeirischer Jakobsweg: Modriach – Osterwitz

    Osterwitz Getreideernte Zachfeld ca. 1930

    Die fünfte Etappe des Weststeirischen Jakobswegs führt uns von Modriach nach Osterwitz. Diese Etappe bietet zwei verschiedene Routen: einen direkten Weg und eine Variante, die über die Jakobskirche in Freiland führt. Beide Routen haben ihre eigenen Reize und Herausforderungen.

    Der direkte Weg nach Osterwitz

    Der direkte Weg nach Osterwitz ist 12 km lang und führt uns durch eine atemberaubende Landschaft. Wir beginnen unsere Wanderung am Hoiswirt in Modriach und marschieren rechts auf dem Weg 569 hinauf Richtung Schrogentor. Der Weg führt uns durch Wald- und Wiesenwege, bevor wir auf eine Asphaltstraße treffen. Wir folgen dieser Straße, bis wir zu einer Schotterstraße gelangen, auf der wir den Markierungen bis zum Schrogentor folgen.

    Nach dem Schrogentor gehen wir rechts über die Wiese hinauf und verlassen diese durch ein Gatter. Wir folgen dem Weg 568 in Richtung St. Oswald/Kloster, der uns direkt bis zur Kirche in diesem Ort führt. Die Kirche ist ein idyllischer Ort, an dem wir zum Verweilen eingeladen sind. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Kirche setzen wir unsere Wanderung fort und erreichen das Gasthaus Triftweber.

    Vom Gasthaus Triftweber aus haben wir die Möglichkeit, den direkten Weg nach Osterwitz zu nehmen. Wir folgen dem Wallfahrerweg (Weg 553) und passieren das Frauentaler Wallfahrerkreuz und die Christopherusstatue beim Tschreppl. Nach etwa 1,5 Stunden erreichen wir Osterwitz.

    Variante über die Jakobskirche in Freiland

    Die Variante über die Jakobskirche in Freiland ist 21,5 km lang und bietet uns die Möglichkeit, die Schönheiten dieses Ortes zu erleben. Wir beginnen unsere Wanderung wie beim direkten Weg und folgen dem Weg 569 bis zum Gasthaus Triftweber. Von dort aus gehen wir die Landesstraße für etwa 6 km bergab, um die Jakobskirche in Freiland zu erreichen.

    Die Jakobskirche ist ein beeindruckendes Bauwerk, das uns zum Verweilen einlädt. Wir können die Schönheiten dieses Ortes genießen und uns an der Jakobsstatue erfreuen. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Kirche setzen wir unsere Wanderung fort und folgen der Landesstraße zurück, bis wir nach etwa 2 km in Richtung Osterwitz links einbiegen.

    Wir pilgern weiter am Wallfahrerweg (Weg 553) und passieren das Frauentaler Wallfahrerkreuz und die Christopherusstatue beim Tschreppl. Nach etwa 1,5 Stunden erreichen wir Osterwitz.

    Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

    In Osterwitz gibt es verschiedene Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Wir können im Gasthaus Triftweber einkehren oder in der Trahütter-Hütte übernachten, die sich direkt am Jakobsweg befindet. Es ist ratsam, die Quartiere frühzeitig zu reservieren, da die Kapazitäten begrenzt sind.

    • Hoiswirt (Pilgerbetrieb) – Modriach-Winkel 161, 8583 Modriach, Telefon: 03146 20045, Mobil: 0660 6535252, www.hoiswirt.at
    • Gasthaus Triftweber – Kloster 24, 8530 Klosterwinkel, Telefon: 03469/511
    • Bauernhof Kleinerhansl – Klosterwinkel 31, AT-8530, Kloster, Tel: 03469/538, https://www.capcorn.com/kleinerhansl/index.htm
    • Privatzimmer Christine Reinisch in Osterwitz – A-8530 Osterwitz 8, Telefon: +43 664 3117721, E-Mail: christine(at)gasthofzach.at
    • Trahütter-Hütte (Pilgerbetrieb) – A-8530 Osterwitz 4, Telefon: 0664/3772288, Kontakte außerhalb der Saison Telefon: 03462/58 06

    Stempelstellen

    6. Etappe Weststeirischer Jakobsweg: Osterwitz – Koralpenschutzhaus

    weststeirisch wappen steiermark

    Die sechste Etappe des Weststeirischen Jakobswegs führt uns von Osterwitz zum Koralpenschutzhaus. Diese Etappe ist 16,7 km lang und bietet uns eine atemberaubende Aussicht auf die steirische und kärntnerische Bergwelt.

    Wegbeschreibung

    Wir beginnen unsere Wanderung in Osterwitz und folgen dem Weg 553 in Richtung Kirche. Wir passieren die Volksschule und das Gemeindeamt und nehmen links einen Weg durch den Wald. Wir treffen wieder auf die Straße und sehen auf der linken Seite beim Gatter die Straßenabzweigung zur Trahüttner Hütte.

    Wir bleiben am landschaftlich reizvolleren Wanderweg 553 und folgen der Markierung durch Wald und Wiesen bis zur Trahütter Hütte auf 1.317m Seehöhe. Nach einer kurzen Rast marschieren wir weiter am Weg 553 in Richtung Poschalm und passieren die Jagdhütte mit dem schwarzen Herrgott.

    Wir folgen dem Wegverlauf bis zum Kreuzungspunkt Wildbachsattel-Glashütten und gehen steil bergauf durch den Wald in Richtung Handhöhkreuz Weinebene. Beim Handhöhkreuz folgen wir wieder der Markierung bis wir zur Pauluskapelle bei der Passhöhe Weinebene ankommen.

    Von der Weinebene folgen wir dem Weitwanderweg 505 und gehen links am GH Pichler Alm in Richtung Hühnerstütze und Grillitschhütte. Wir genießen das malerische Panorama der steirisch/kärntnerischen Bergwelt und pilgern auf der Schotterstraße entlang der Brandhöhe und des Moschkogels bis hinunter zur Abzweigung „Grillitschhütte.“

    Wir halten uns links und gehen steil bergauf über die „Hühnerstütze“ (1.979m). Am Grad entlang wandernd, sehen wir rechts unten das Große Kar und vor uns erblicken wir erstmals das Gipfelkreuz vom Koralpenspeik auf 2.140m Seehöhe mit den Goldhauben.

    Seitlich vorbei, entlang des Seespitzes stetig bergauf, gelangen wir zum höchsten Punkt des Jakobsweges auf 2.140m Seehöhe, dem Gipfelkreuz des Koralpenspeiks. Bei klaren Wetterverhältnissen genießen wir die prächtige Aussicht auf die steirische und kärntnerische Bergwelt.

    Danach folgt nur mehr ein kurzer Abstieg am Weg 505 zum gelegenen Koralpen-Schutzhaus (1.966m). Wir haben das Ziel der 6. Etappe erreicht.

    Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

    • Trahütter-Hütte – A-8530 Osterwitz 4, Telefon: 0664/3772288, Kontakte außerhalb der Saison Telefon: +43 3462 58 06
    • Alpengasthaus „Weinofenblick“ (Pilgerbetrieb) – Obergösel 62, 9413 St. Gertraud, Telefon: 0664/ 36 29 708, e-mail: weinofenblick@gmx.at
    • Gösler Hütte Weinebene – Obergösel 58, 9413 St. Gertraud, Telefon: 0664/3024510 oder 0664/5318741, www.goesler-huette.at
    • Koralpen – Haus – Goding 50, 9431 St. Stefan, Telefon:+43 664 5219797 oder +43 699 10877387, https://www.alpenverein.at/koralpenhaus

    Stempelstellen

    • Trahütter-Hütte in Osterwitz, Pilgerstempel
    • Alpengasthaus „Weinofenblick“, Pilgerstempel
    • Koralpenschutzhaus derzeit geschlossen!

    Der Weststeirische Jakobsweg ist ein einzigartiges Erlebnis, das uns durch eine atemberaubende Landschaft führt. Die 5. und 6. Etappe bieten uns die Möglichkeit, die Schönheiten der Steiermark und Kärntens zu erleben und uns an der Natur zu erfreuen. Wir sollten uns auf die Wanderung vorbereiten und die Quartiere frühzeitig reservieren, um sicherzustellen, dass wir eine angenehme und sichere Reise haben.

  • Von Bärnbach über Edelschrott

    Von Bärnbach über Edelschrott

    Auf dem Weststeirischen Jakobsweg: Von Bärnbach über Edelschrott nach Modriach

    bärnbach bis modriach

    Die dritte und vierte Etappe des spirituellen Wanderwegs durch die Weststeiermark

    Der Weststeirische Jakobsweg, ein Teilstück des europäischen Jakobswegnetzes, führt Pilger und Wanderfreunde durch die malerische Landschaft der Weststeiermark. Nachdem wir in unserem vorherigen Artikel die ersten beiden Etappen von Thal nach Bärnbach erkundet haben, widmen wir uns nun den Etappen drei und vier, die von Bärnbach über Edelschrott bis nach Modriach führen.

    Dritte Etappe: Bärnbach nach Edelschrott (17 km)

    Die dritte Etappe beginnt in Bärnbach, wo die berühmte Hundertwasser-Kirche mit ihren bunten Fassaden und goldenen Kuppeln einen markanten Startpunkt bildet. Von hier aus führt der Weg zunächst in Richtung Maria Lankowitz, wobei man die Stadt auf gut markierten Pfaden verlässt und allmählich in die grüne Landschaft der Weststeiermark eintaucht.

    Nach etwa 4 Kilometern erreicht man Maria Lankowitz mit seiner bedeutenden Wallfahrtskirche, die der Heiligen Maria geweiht ist. Die Kirche, ein barockes Juwel aus dem 17. Jahrhundert, beherbergt eine Sammlung von Votivgaben und ist ein wichtiger spiritueller Ort für Pilger. Ein kurzer Abstecher lohnt sich, um die prachtvolle Innenausstattung und die Ruhe des Ortes zu genießen.

    Von Maria Lankowitz führt der Weg weiter durch sanft ansteigende Wiesen und Felder. Die Landschaft öffnet sich immer wieder und bietet beeindruckende Ausblicke auf die umliegenden Hügel und Täler. Nach weiteren 5 Kilometern erreicht man den Hirzmann-Stausee, eine künstlich angelegte Wasserfläche, die heute ein beliebtes Naherholungsgebiet ist. Der See, umgeben von dichten Wäldern, bietet eine idyllische Kulisse für eine wohlverdiente Rast.

    Nach dem Stausee wird der Anstieg merklich steiler. Auf den nächsten 4 Kilometern überwindet man einen Höhenunterschied von etwa 400 Metern. Der Weg führt durch dichte Nadelwälder, die im Sommer angenehmen Schatten spenden. Immer wieder öffnen sich Lichtungen, die spektakuläre Ausblicke auf die steirische Berglandschaft freigeben. Die Anstrengung des Aufstiegs wird durch diese Panoramen mehr als entschädigt.

    Der letzte Abschnitt der Etappe führt über sanfte Hügel und durch kleine Waldstücke, bevor man schließlich nach insgesamt 17 Kilometern Edelschrott erreicht. Die Pfarrkirche von Edelschrott, dem Heiligen Nikolaus geweiht, ist ein schlichter, aber eindrucksvoller Bau, der zum Verweilen und zur Reflexion einlädt. Der Ort selbst bietet mit seinen gemütlichen Gasthöfen eine willkommene Gelegenheit zur Erholung nach dem anstrengenden Tag.

    Vierte Etappe: Edelschrott nach Modriach (15 km)

    Die vierte Etappe beginnt in Edelschrott und führt zunächst leicht bergauf in Richtung Norden. Der Weg verläuft anfangs entlang von Wiesen und Feldern, bevor er nach etwa 3 Kilometern in einen dichten Mischwald eintaucht. Hier steigt der Pfad kontinuierlich an und überwindet in den nächsten 5 Kilometern einen Höhenunterschied von etwa 300 Metern.

    Der Waldweg ist gut ausgebaut und führt durch abwechslungsreiche Vegetation. Besonders im Frühjahr, wenn die ersten Waldblumen blühen, und im Herbst, wenn das Laub in allen Farben leuchtet, ist dieser Abschnitt ein wahres Naturerlebnis. Immer wieder öffnen sich Lichtungen, die Ausblicke auf die umliegende Bergwelt bieten.

    Nach etwa 8 Kilometern erreicht man den höchsten Punkt der Etappe. Von hier aus führt der Weg leicht abwärts durch weitläufige Waldgebiete. Die Stille des Waldes, unterbrochen nur vom Gesang der Vögel und dem Rauschen des Windes in den Baumkronen, lädt zur Meditation und inneren Einkehr ein – ganz im Sinne einer Pilgerwanderung.

    Die letzten 4 Kilometer führen durch eine offene Landschaft mit Wiesen und einzelnen Bauernhöfen. Die sanften Hügel der Weststeiermark breiten sich vor dem Wanderer aus und bieten ein malerisches Panorama. Schließlich erreicht man nach insgesamt 15 Kilometern das kleine Dorf Modriach.

    Die Pfarrkirche von Modriach, ein schlichter Bau aus dem 15. Jahrhundert, bildet den Endpunkt dieser Etappe. Das Innere der Kirche besticht durch seine ruhige Atmosphäre und lädt zum Verweilen und zur Reflexion ein. Das Dorf selbst ist ein typisches steirisches Bauerndorf, das mit seiner authentischen Atmosphäre einen starken Kontrast zum hektischen Alltag bildet.

    Unterkünfte und Verpflegung

    Maria Lankowitz Kloster

    Entlang dieser beiden Etappen finden Pilger und Wanderer verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten. In Maria Lankowitz gibt es mehrere Gasthöfe und Pensionen, die speziell auf die Bedürfnisse von Pilgern eingestellt sind. In Edelschrott stehen neben Gasthöfen auch private Zimmervermieter zur Verfügung, die oft einen Pilgertransfer zum nächsten Etappenziel anbieten.

    In Modriach ist das Angebot an Unterkünften begrenzter, aber es gibt einige Privatunterkünfte und einen Gasthof, die Pilgern Obdach bieten. Es empfiehlt sich, Reservierungen im Voraus zu tätigen, besonders während der Hauptsaison von Mai bis September, da die Unterkünfte entlang des Weges begrenzt sind.

    Verpflegungsmöglichkeiten gibt es in den größeren Ortschaften wie Maria Lankowitz und Edelschrott, wo mehrere Gasthäuser regionale Spezialitäten anbieten. In Modriach ist das gastronomische Angebot beschränkter, aber der örtliche Gasthof bietet herzhafte steirische Küche. Für die Strecken zwischen den Ortschaften sollten Wanderer ausreichend Wasser und Proviant mitnehmen, da es unterwegs kaum Einkehrmöglichkeiten gibt.

    Praktische Hinweise

    Die beste Zeit für eine Wanderung auf diesen Etappen des Weststeirischen Jakobswegs ist von April bis Oktober. In den Sommermonaten kann es sehr warm werden, daher ist ein früher Start am Morgen empfehlenswert. Im Frühjahr und Herbst sollte man auf wechselhaftes Wetter vorbereitet sein.

    Festes Schuhwerk ist unerlässlich, da einige Abschnitte des Weges über unebenes Gelände führen. Auch wetterfeste Kleidung sollte im Gepäck nicht fehlen, da das Wetter in der Region schnell umschlagen kann. Ein Wanderstock kann besonders bei den steileren Anstiegen und Abstiegen eine wertvolle Hilfe sein.

    Die Wege sind durchgehend gut markiert mit dem typischen Jakobsweg-Symbol, der gelben Muschel auf blauem Grund. Zusätzlich finden sich an wichtigen Kreuzungen Hinweisschilder, die den weiteren Verlauf des Weges anzeigen. Eine detaillierte Wanderkarte oder ein GPS-Gerät kann dennoch nützlich sein, besonders bei Nebel oder schlechter Sicht.

    Spirituelle Dimension

    Der Weststeirische Jakobsweg ist nicht nur eine Wanderroute, sondern auch ein spiritueller Pfad. Die Kirchen und Kapellen entlang des Weges laden zur Einkehr und Besinnung ein. Viele Pilger nutzen die Zeit des Wanderns für Meditation und innere Reflexion. Die Stille der Natur, besonders in den ausgedehnten Waldgebieten zwischen Edelschrott und Modriach, bietet dafür den idealen Rahmen.

    Die dritte und vierte Etappe des Weststeirischen Jakobswegs führen durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die von sanften Hügeln, dichten Wäldern und idyllischen Dörfern geprägt ist. Sie bieten sowohl für erfahrene Wanderer als auch für spirituell Suchende ein eindrucksvolles Erlebnis. Die Kombination aus körperlicher Herausforderung, kulturellen Entdeckungen und spirituellen Momenten macht diese Etappen zu einem unvergesslichen Teil des Jakobswegs durch die Steiermark.

    Wer sich auf diese Etappen begibt, wird nicht nur die Schönheit der steirischen Landschaft erleben, sondern auch die Gastfreundschaft der Menschen und die reiche kulturelle Tradition dieser Region kennenlernen. Der Weg lädt ein, den Alltag hinter sich zu lassen und sich auf eine Reise zu begeben, die nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich bereichert.

  • Der Weststeirische Jakobsweg

    Der Weststeirische Jakobsweg

    Auf den Spuren der Pilger: Der Weststeirische Jakobsweg – Etappen 1 & 2

    Von einem begeisterten Wanderer für das Wandermagazin

    Der Weststeirische Jakobsweg zählt zu den schönsten Pilgerwegen Österreichs und führt durch die malerische Landschaft der Steiermark. Als leidenschaftlicher Wanderer durfte ich die ersten beiden Etappen dieses spirituellen Weges erkunden – eine Reise, die nicht nur die Beine, sondern auch die Seele bewegt.

    Die Geschichte des Weges

    Am 25. Juli 2010 feierlich eröffnet, gliedert sich der Weststeirische Jakobsweg in acht abwechslungsreiche Etappen. Der Hauptweg beginnt bei der kunstvoll von Ernst Fuchs gestalteten Jakobskirche in Thal bei Graz und führt über St. Pankrazen zur Jakobskirche in Geistthal. Alternativ kann man auch bei der Abtei in Seckau starten und über einen Anschlussweg zum Hauptweg gelangen.

    Von Geistthal führt der Weg weiter über Bärnbach, Piber, Köflach, Edelschrott, Modriach, Osterwitz und die Weinebene bis nach Lavamünd in Kärnten, wo er auf den südösterreichischen Jakobsweg trifft. Die Etappen wurden so konzipiert, dass sie für durchschnittliche Wanderer gut zu bewältigen sind, mit Übernachtungsmöglichkeiten an jedem Etappenende.

    Etappe 1: Thal – St. Pankrazen (20,3 km)

    jakobsweg St. Pankrazen

    Der Weg beginnt

    Mein Pilgerweg startet an der beeindruckenden Jakobskirche in Thal. Die von Ernst Fuchs gestaltete Kirche ist bereits ein Highlight für sich und stimmt auf die spirituelle Reise ein. Von hier führt der Weg zunächst durch den Ort, vorbei an der Raiffeisenbank und dem Musikheim, bevor er in die Eckstraße abbiegt.

    Nach dem Ortsende Thal-Eck taucht der Pfad in einen ruhigen Wald ein – hier beginnt die erste Begegnung mit der Natur, die uns auf dem gesamten Jakobsweg begleiten wird. Der Weg führt bergauf zum Kapellenweg und weiter zum Jostbauer Kreuz, einem der vielen spirituellen Orte entlang des Weges.

    Kulturelle Schätze am Wegesrand

    Ein besonderes Highlight dieser Etappe ist das bezaubernde Schloss Plankenwarth, das sich majestätisch in die Landschaft einfügt. Die Geschichte dieses Schlosses reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als es erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ursprünglich als Höhenburg errichtet, diente es zur Überwachung der Straße von Judendorf-Straßengel nach Sankt Oswald.

    Die Burg Plankenwarth war einst Sitz bedeutender steirischer Adelsgeschlechter und ein wichtiges Glied in der Kette von Wehrburgen gegen die ins Land drängenden Türken. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Schloss mehrfach seine Besitzer, darunter die Herren von Plankenwarth, die Timmersdorfer, die Herren von Ungnad und die Familie Stürgkh. Besonders interessant ist die Ludwigsburg, die im 16. Jahrhundert von Ludwig Stürgkh errichtet wurde und später als Vorburg und Wirtschaftshof diente.

    Im Jahr 1754 wurde die Burg unter Karl Leopold von Herberstein zu einem barocken Schloss umgebaut. Heute befindet sich das Schloss in Privatbesitz und beherbergt eine Schlossschenke sowie Ausstellungsräume. Die Anlage ähnelt einem Trapez mit bis zu drei Meter dicken Mauern und verfügt über einen Rundturm, einen halbrunden Turm und einen viereckigen Bergfried. Der dreieckige Innenhof weist im Stil der Spätrenaissance errichtete Säulenarkaden auf.

    Nach einer Stärkung im Gasthaus Binderwirt geht es weiter zur Kirche St. Oswald bei Plankenwarth auf 550 m Seehöhe.

    In Stiwoll lohnt sich unbedingt ein Besuch der spätromanischen Kirche. Zu ihren Schätzen gehören die Barbaraglocke, eine der ältesten Glocken der Steiermark, das Fresko des Hl. Christopherus an der Nordseite, der historische Taufstein und das tiefer gelegte Skelett vor dem Altar, das vermutlich vom Stifter der ersten Kapelle stammt – ein faszinierendes Zeugnis mittelalterlicher Geschichte.

    Naturerlebnis und Ausblicke

    Der Weg führt weiter durch den Stiwollgraben und schließlich bergauf nach St. Pankrazen/Gschnaidt, dem Ziel der ersten Etappe. Mit 581 Höhenmetern im Aufstieg und 281 im Abstieg ist diese Etappe moderat anspruchsvoll, belohnt aber mit wunderschönen Ausblicken auf die weststeirische Hügellandschaft.

    Etappe 2: St. Pankrazen – Bärnbach (26,6 km)

    Bärnbach, St. Barbarakirche

    Durch Wald und Wiesen

    Die zweite Etappe des Jakobsweg beginnt in St. Pankrazen und führt zunächst entlang einer asphaltierten Straße in Richtung Geistthal. Nach etwa 1,4 km biegt der Weg rechts ab, vorbei an einem Transformator, und führt durch den Wald zum Kohlbauerkreuz. Kurz vor dem Bauernhof Kesslmeixner geht es links in Richtung Wald, wo man den Markierungen 563 über Wald- und Wiesenwege bergab folgt, bis man zur Landesstraße gelangt.

    Ein kurzer Marsch auf der Landesstraße führt zur Jakobskirche in Geistthal, deren erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1245 zurückgeht – ein weiterer historischer Schatz am Wegesrand.

    Höhepunkte und Panoramen

    Nach der Kirche Geistthal biegt der Weg links auf den Römaskogel ein und führt bergauf mit atemberaubenden Ausblicken auf die weststeirische Hügellandschaft. Der Weg führt weiter zum Fürstaller Kreuz und dann über den Weg 538 A zum Anwesen Wilhelm in der Gemeinde Kohlschwarz.

    Ein besonderes Highlight dieser Etappe ist der erste Blick übers Kainachtal, der sich beim Anwesen Wilhelm eröffnet. Bei klarer Sicht kann man sogar bis zur Koralpe mit der markanten Goldhaube sehen. Der Weg führt weiter über Wiesen- und Waldwege durch die Lipizzanerheimat, vorbei an der Raudnerkapelle bis zum Kreuzungspunkt Luckner auf 630 m.

    Ankunft in Bärnbach und die Hundertwasserkirche

    Von Hochtregist aus geht es bergab in Richtung Bärnbach. Auf der rechten Seite passiert man das Stölzle Glas-Center mit seinem sehenswerten Glasmuseum und Ausstellungszentrum – ein Zeugnis der regionalen Handwerkskunst. Nach Überquerung der Brücke der Voitsbergerstraße erreicht man das Zentrum von Bärnbach und schließlich die St. Barbara-Kirche, das Ziel der zweiten Etappe.

    Die St. Barbara-Kirche in Bärnbach ist ein wahres Juwel und ein Highlight für jeden Pilger. Ursprünglich in den 1950er Jahren erbaut, wurde sie in den Jahren 1987/88 vom berühmten österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser zu einem farbenfrohen Kunstwerk umgestaltet. Die Kirche, die der Heiligen Barbara, der Schutzheiligen aller Bergleute, geweiht ist, spiegelt die Geschichte der Region als Zentrum des Kohle-Bergbaus wider.

    Hundertwasser verwandelte die ursprünglich schlichte Kirche in ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk. Die Fassade ist mit bunten Keramikmosaiken verziert, das Dach bunt gestaltet und mit vergoldeten Kugeln und einer Turmzwiebel gekrönt. Besonders bemerkenswert ist der Prozessionsweg rund um die Kirche, der ganz im Stil Hundertwassers unregelmäßig und wellig geformt ist und von zwölf Torbögen gesäumt wird. Diese symbolisieren die zwölf Weltreligionen und setzen mit deren Symbolen ein Zeichen für Ökumene, Dialog und Toleranz.

    Interessanterweise verzichtete Hundertwasser auf ein Honorar für seine Arbeit und bezahlte sogar die erste Vergoldung des Kirchturmdaches selbst. Der eher schlichte Innenraum der Kirche lädt zur Stille und zum Gebet ein und zeigt Werke heimischer Künstler. Bei einer Kirchenführung erfährt man mehr über die reiche Symbolik und die Entstehung dieses einzigartigen Kunstwerks.

    Wissenswertes zur Region

    Die Lipizzanerheimat

    Die Lipizzanerheimat, durch die der Weststeirische Jakobsweg führt, vereint auf einzigartige Weise Tradition und Moderne. Weltbekannte Künstler haben hier ihre Spuren hinterlassen: Friedensreich Hundertwasser gestaltete die St. Barbarakirche und Prof. Ernst Fuchs den Mosesbrunnen in Bärnbach.

    Ein absolutes Highlight der Region ist das Lipizzanergestüt Piber, das nur einen Katzensprung von Bärnbach entfernt liegt. Seit 1920 ist Piber der Geburtsort der berühmten Lipizzanerhengste der Spanischen Hofreitschule in Wien. Das Gestüt liegt in der sanften Hügellandschaft der Weststeiermark und bietet Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Welt der edlen weißen Pferde.

    Die Geschichte des Gestüts reicht bis ins Jahr 1798 zurück, als beim Schloss Piber, einem ehemaligen Kloster des Stiftes St. Lambrecht, ein Gestüt zur Zucht von militärischen Pferden eingerichtet wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1920, wurde die Zucht der Lipizzaner, die bis dahin im Gestüt Lipizza in der Krain (heute Lipica in Slowenien) beheimatet war, nach Piber verlegt.

    Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Pferde nach Hostau (heute Hostouň in Tschechien) gebracht. Nach Kriegsende bestand die Gefahr, dass die Zuchtpferde in sowjetische Hände fallen würden. Der damalige Gestütstierarzt überzeugte den amerikanischen General George S. Patton, die Pferde im Rahmen der „Operation Cowboy“ nach Oberösterreich in Sicherheit zu bringen. Erst 1952 kehrten die Pferde nach Piber zurück.

    Das Lipizzanergestüt Piber ist weltweit das einzige, in dem Stuten aller 17 klassischen Stutenfamilien vertreten sind. Zum Gestüt gehören nicht nur Stallungen, sondern auch ausgedehnte Weide- und Almflächen. Jährlich findet ein traditioneller Almabtrieb statt, bei dem die Pferde zu Fuß von den bis zu 25 km entfernten Almen zurückkehren, gefolgt von der traditionellen Pferdesegnung in Maria Lankowitz.

    Das Wissen um die Lipizzanerzucht wurde 2016 von der UNESCO in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich und 2022 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen – eine Anerkennung der kulturellen Bedeutung dieser Tradition.

    Besucher können im Gestüt die historischen Stallungen und Koppeln besichtigen, das imposante Barockschloss erkunden und im angeschlossenen Kutschenmuseum historische Schaustücke aus der Gründungszeit der Lipizzanerzucht bewundern. Geführte Gestütsbesichtigungen, Kutschenfahrten und Almführungen bieten einen lebendigen Einblick in die Welt der Lipizzaner.

    Weitere Sehenswürdigkeiten der Region

    Für Erholungssuchende bietet die Therme NOVA in Köflach Entspannung, während der Hirzmann Stausee, der Packer Stausee, der Sobother Stausee, die Freizeitinsel Piberstein und das Schlossbad Bärnbach für Abkühlung sorgen.

    Das Stölzle Glas-Center in Bärnbach mit seinem Glasmuseum und Ausstellungszentrum ist ebenfalls einen Besuch wert. Die Geschichte der Glaserzeugung ist eng mit dem Bergbau der Region verbunden und bietet einen interessanten Einblick in dieses traditionelle Handwerk.

    Für Aktivurlauber bietet die Region zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und für andere Outdoor-Aktivitäten. Der Kletterpark Piber mit über 60 Stationen auf sieben Parcours ist ein besonderes Highlight für Abenteuerlustige.

    Praktische Tipps für Pilger

    An jedem Etappenziel und bei jeder Jakobskirche entlang des Weges findet sich ein Pilgerstein, der die noch zu gehenden Kilometer bis zum Ziel in Santiago de Compostela anzeigt. Bei den „Pilgerkastln“ am Jakobsweg haben Wanderer die Möglichkeit, ihre Gedanken und Erlebnisse in einem Buch niederzuschreiben – eine schöne Tradition, die zum Innehalten einlädt.

    Für den Pilgerpass, der für einen Unkostenbeitrag von fünf Euro erhältlich ist, kann man sich an den Verein zur Förderung der Steirischen Jakobswege wenden. Stempelstellen für den Pass finden sich an zahlreichen Orten entlang des Weges, darunter Pfarrämter, Gasthöfe und private Unterkünfte.

    Die beste Reisezeit für den Weststeirischen Jakobsweg ist von März bis November. In den Sommermonaten sollte man ausreichend Sonnenschutz und genügend Wasser mitnehmen, da einige Abschnitte wenig Schatten bieten. Im Frühjahr und Herbst empfiehlt sich wetterfeste Kleidung, da das Wetter in der Region wechselhaft sein kann.

    Für die Anreise zum Startpunkt in Thal bei Graz kann man öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Mit dem Bus Nr. 85 vom Hauptbahnhof in Graz fährt man bis nach Graz Gösting (Endstation), steigt dort in den Bus Nr. 48 um und fährt bis zur Haltestelle Thal-Kirchberg. Von dort führt eine kleine steile Straße (ca. 300 m) bergauf zur Jakobskirche in Thal.

    Fazit

    Der Weststeirische Jakobsweg ist mehr als nur eine Wanderroute – er ist eine Reise zu sich selbst, gespickt mit kulturellen Schätzen, atemberaubenden Landschaften und herzlicher Gastfreundschaft. Die ersten beiden Etappen geben einen wunderbaren Vorgeschmack auf das, was Pilger auf dem gesamten Weg erwartet: eine perfekte Mischung aus spirituellem Erlebnis, kultureller Bereicherung und naturnahem Wandergenuss in einer der schönsten Regionen Österreichs.

    Die Kombination aus historischen Burgen und Schlössern, kunstvoll gestalteten Kirchen, dem weltberühmten Lipizzanergestüt und der malerischen Landschaft macht den Weststeirischen Jakobsweg zu einem einzigartigen Erlebnis für Pilger und Wanderer gleichermaßen. Jeder Schritt auf diesem Weg ist nicht nur eine Bewegung im Raum, sondern auch eine Reise durch die Zeit und in die eigene Seele – ganz im Sinne des wahren Pilgergedankens.

    [Quellen: Region Graz, Jakobsweg Weststeiermark, Burg Plankenwarth – Wikipedia, St. Barbara Kirche – Hundertwasser, Lipizzanergestüt Piber]

  • Schilcher-Museums-Tour

    Schilcher-Museums-Tour

    Schilcher-Museums-Tour: Eine Wanderung durch das flüssige Kulturerbe der Weststeiermark

    Teil 1: Auf den Spuren des rosaroten Goldes

    Einführung: Der Schilcher – mehr als nur ein Wein

    Weisser Sturm und Schilcher Sturm im Fass

    In der sanften Hügellandschaft der Weststeiermark gedeiht ein Schatz, der wie kein anderer die Identität dieser Region verkörpert: der Schilcher. Dieser charakteristische Roséwein, ausschließlich aus der autochthonen Blauen Wildbacher Traube gekeltert, ist nicht nur ein Getränk, sondern ein kulturelles Erbe, das Generationen von Winzern geprägt hat. Seine leuchtend rosarote Farbe, die an Zwiebelschalen erinnert, und sein unverwechselbarer fruchtig-säuerlicher Geschmack machen ihn zu einem einzigartigen Botschafter der steirischen Weinkultur.

    „Der Schilcher ist wie die Steirer selbst“, schmunzelt Franz Hiden, ein alteingesessener Winzer aus der Region, „anfangs vielleicht etwas sauer und kantig, aber mit der Zeit entfaltet er einen Charakter, den man nie wieder vergisst.“ Diese Charakterisierung trifft den Nagel auf den Kopf, denn der Schilcher ist tatsächlich ein Wein mit Ecken und Kanten, der polarisiert und gerade deshalb so geliebt wird.

    Die Schilcher-Museums-Tour, die durch die malerische Landschaft der Weststeiermark führt, ist mehr als nur eine Wanderung – sie ist eine Zeitreise durch Jahrhunderte weinbäuerlicher Tradition, ein sinnliches Erlebnis für Gaumen und Augen und eine Begegnung mit Menschen, die ihr Leben dem rosaroten Gold verschrieben haben.

    Der Kirchplatz von Eibiswald – Startpunkt einer vinophilen Entdeckungsreise

    Eibiswald Kirche

    Unser Ausgangspunkt ist der Kirchplatz von Eibiswald, einem malerischen Marktflecken, der seit dem Mittelalter ein wichtiges Zentrum der Region ist. Die imposante Pfarrkirche „Maria in Dorn“, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, dominiert den Platz mit ihrem barocken Turm. Bereits hier spürt man die tiefe Verbindung zwischen Glaube und Weinbau, die in der Steiermark seit jeher besteht. Nicht umsonst wird der Wein in der christlichen Tradition als „Blut Christi“ bezeichnet, und zahlreiche Heilige wie Urban, der Schutzpatron der Winzer, oder Johannes der Täufer sind eng mit dem Weinbau verbunden.

    Bevor wir aufbrechen, werfen wir einen Blick auf die Informationstafel, die den Verlauf der Tour beschreibt. Die gelben Schilcherglas-Markierungen werden uns auf dem gesamten Weg begleiten – ein passendes Symbol für eine Route, die ganz im Zeichen des Weines steht.

    „Die Tour ist etwa 14 Kilometer lang und führt durch verschiedene Höhenlagen“, erklärt Maria Krenn vom örtlichen Tourismusbüro. „Man sollte etwa viereinhalb Stunden reine Gehzeit einplanen, aber mit den Besichtigungen und Verkostungen wird es ein ganzer Tag. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, und natürlich sollte man nicht zu viel vom Schilcher kosten, wenn man noch wandern möchte“, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu.

    Von Eibiswald nach Feisternitz – Durch Wiesen und Wälder

    Wir verlassen den Kirchplatz und gehen hinter der Kirche vorbei an der Volksschule. Der Weg führt uns rechts über die Römerbrücke – ein Hinweis auf die lange Besiedlungsgeschichte der Region, denn bereits die Römer brachten den Weinbau in die Steiermark. Vorbei am Altenheim biegen wir rechts ab und folgen einem ansteigenden Wiesen- und Waldweg.

    Die Landschaft öffnet sich, und wir genießen erste Ausblicke auf die sanften Hügel der Weststeiermark, die wie grüne Wellen bis zum Horizont rollen. Zwischen den Hügeln leuchten immer wieder die charakteristischen Weingärten hervor, in denen die Blaue Wildbacher Traube gedeiht. Diese alte Rebsorte stellt besondere Ansprüche an Boden und Klima und fühlt sich in den steilen Lagen der Weststeiermark besonders wohl.

    „Die Blaue Wildbacher ist eine Diva unter den Rebsorten“, erklärt Weinbauer Josef Glirsch, dessen Hof wir später besuchen werden. „Sie braucht viel Sonne, aber nicht zu viel Hitze, gute Drainage, aber ausreichend Wasser, und sie ist anfällig für verschiedene Pilzkrankheiten. Aber wenn alles passt, belohnt sie uns mit Trauben, die einen unvergleichlichen Wein ergeben.“

    Nach etwa einer Stunde Wanderung erreichen wir das Dorf Feisternitz, ein typisches weststeirisches Bauerndorf mit verstreut liegenden Höfen und einer kleinen Kapelle im Zentrum. Wir durchqueren das Dorf und folgen weiterhin der Markierung „Gelbes Schilcherglas“, die uns rechts über angenehme Wald- und Wiesenwege auf den Feisternitzberg führt.

    Eibiswald Kloepferkeller

    Das Bauernmuseum Lateinberg – Lebendige Geschichte des Landlebens

    Weiter ansteigend erreichen wir nach etwa zwei Stunden Gehzeit das „Bauernmuseum Lateinberg“ – unsere erste kulturelle Station auf dieser Entdeckungsreise. Das Museum ist in einem traditionellen Bauernhof untergebracht, der liebevoll restauriert wurde und einen authentischen Einblick in das bäuerliche Leben vergangener Zeiten bietet.

    „Unser Museum zeigt nicht nur die Geschichte des Weinbaus, sondern das gesamte Spektrum bäuerlichen Lebens in der Weststeiermark“. „Vom Ackerbau über die Viehzucht bis hin zur Haushaltsführung – all diese Aspekte waren eng miteinander verwoben und bildeten die Grundlage für die Selbstversorgung der Höfe.“

    In den verschiedenen Räumen des Museums sind landwirtschaftliche Geräte, Haushaltsutensilien, Möbel und Kleidungsstücke ausgestellt, die das harte, aber auch erfüllende Leben auf dem Land dokumentieren. Besonders beeindruckend ist die Sammlung von Weinbaugeräten, die die Entwicklung der Weinherstellung über die Jahrhunderte veranschaulicht – von einfachen Holzpressen bis hin zu den ersten mechanischen Keltern.

    Ein Highlight ist die Rekonstruktion einer traditionellen „Buschenschank-Stube“, in der früher der selbst erzeugte Wein ausgeschenkt wurde. Die rustikalen Holztische, die einfachen Bänke und der große Kachelofen vermitteln die gemütliche Atmosphäre, in der Bauern und Dorfbewohner zusammenkamen, um bei einem Glas Schilcher den Tag ausklingen zu lassen.

    „Die Buschenschank war nicht nur ein Ort des Weingenusses, sondern auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt“, erläutert Pratter. „Hier wurden Neuigkeiten ausgetauscht, Geschäfte besprochen, Hochzeiten arrangiert und politische Diskussionen geführt. Die Buschenschank war das Herz des dörflichen Lebens.“

    Nach der Besichtigung des Museums stärken wir uns mit einer traditionellen steirischen Jause – Selchfleisch, Käse, frisches Brot und natürlich ein Glas Schilcher. Der fruchtig-säuerliche Wein harmoniert perfekt mit den deftigen Speisen und erfrischt nach dem ersten Teil unserer Wanderung.

    Teil 2: Höhenwege und Kräutergärten

    Panoramablicke vom Aussichtsturm St. Pongratzen

    Gestärkt setzen wir unsere Wanderung fort. Wir gehen ein Stück zurück und folgen dann der Höhenstraße, die uns spektakuläre Ausblicke über die Weststeiermark bietet. An klaren Tagen reicht der Blick bis zur Koralpe im Westen und zum Schöckl bei Graz im Osten – ein Panorama, das die Mühen des Aufstiegs mehr als belohnt.

    Unser nächstes Ziel ist der Aussichtsturm St. Pongratzen, der auf einer Anhöhe thront und einen 360-Grad-Rundblick ermöglicht. Der hölzerne Turm, benannt nach dem nahegelegenen Kirchlein St. Pongratzen, wurde in den 1990er Jahren errichtet und ist seitdem ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen.

    „Von hier oben kann man die gesamte Weinbauregion überblicken“, schwärmt Wanderführerin Elisabeth Maier. „Man sieht die unterschiedlichen Lagen der Weingärten, die verschiedenen Ausrichtungen der Hänge und kann verstehen, warum der Schilcher je nach Standort so unterschiedlich schmecken kann. Die Südlagen bringen vollere, reifere Weine hervor, während die höheren, kühleren Lagen für frischere, säurebetontere Schilcher sorgen.“

    Tatsächlich ist die Landschaft wie ein Mosaik aus verschiedenen Grüntönen, durchsetzt mit den charakteristischen Rebenzeilen, die sich an die Hänge schmiegen. Dazwischen liegen verstreut kleine Dörfer, einzelne Höfe und immer wieder die typischen „Klapotetz“ – hölzerne Windmühlen, die mit ihrem rhythmischen Klappern Vögel von den reifenden Trauben fernhalten sollen.

    „Der Klapotetz ist mehr als nur ein Vogelschreck“, erklärt Maier. „Er ist ein Symbol der steirischen Weinkultur, ein Wahrzeichen, das in keinem Weingarten fehlen darf. Wenn im Hochsommer die ersten Klapotetz aufgestellt werden, weiß jeder: Jetzt beginnt die Zeit der Traubenreife, und bald ist Lesezeit.“

    Der Kräutergarten Pratter – Aromatische Begleiter des Weins

    Nach dem Abstieg vom Aussichtsturm führt uns der Weg weiter entlang der Höhenstraße zum Kräutergarten Pratter – einem duftenden Paradies, das die Vielfalt heimischer und exotischer Kräuter präsentiert. Auf einer Fläche von etwa einem Hektar gedeihen hier über 200 verschiedene Kräuterarten, sorgfältig nach ihren Verwendungszwecken gruppiert.

    Kräuterexpertin Maria Pratter empfängt uns am Eingang des Gartens und führt uns durch die duftenden Beete. „Kräuter und Wein haben eine lange gemeinsame Geschichte“, erklärt sie. „Viele Kräuter finden sich in den Aromen des Weins wieder – denken Sie an die Zitrusnoten im Schilcher, die an Zitronenmelisse erinnern, oder die würzigen Nuancen, die an Thymian und Rosmarin denken lassen.“

    In verschiedenen Themengärten werden die Kräuter nach ihren Verwendungszwecken präsentiert: Heilkräuter, Küchenkräuter, Teekräuter und sogar ein eigener „Weinkräutergarten“, in dem Pflanzen wachsen, deren Aromen sich besonders gut mit Wein ergänzen.

    „Früher wurden Kräuter auch direkt dem Wein zugesetzt, um ihn haltbarer zu machen oder seinen Geschmack zu verbessern“, berichtet Pratter. „Wermut, Salbei, Rosmarin – all diese Kräuter haben antiseptische Eigenschaften, die den Wein vor dem Verderben schützten. Heute wissen wir natürlich mehr über die Weinbereitung und brauchen diese Zusätze nicht mehr, aber die aromatische Verbindung zwischen Kräutern und Wein bleibt bestehen.“

    Im kleinen Hofladen können Besucher getrocknete Kräuter, Kräutersalze, Tees und selbst hergestellte Kräuterliköre erwerben – perfekte Souvenirs, die die Erinnerung an diesen duftenden Garten bewahren.

    Die Bauernschmiede Woch – Handwerkskunst für den Weinbau

    Unsere Wanderung führt uns weiter zum Weinbauern Woch, wo wir den Schlüssel für sein Museum „Bauernschmiede“ abholen können. Die Schmiede, die seit dem 18. Jahrhundert in Familienbesitz ist, spielte eine wichtige Rolle für die Weinbauern der Region, denn hier wurden die speziellen Werkzeuge hergestellt und repariert, die für den Weinbau unerlässlich waren.

    „Mein Urgroßvater war der Schmied des Dorfes“, erzählt Alois Woch stolz, während er uns durch die historische Schmiede führt. „Er fertigte Rebmesser, Hauen, Pflugscharen und all die anderen Werkzeuge, die die Bauern für ihre Arbeit brauchten. Die Schmiede war das technologische Zentrum des Dorfes, vergleichbar mit einer Autowerkstatt heute.“

    Die Schmiede ist noch vollständig eingerichtet, mit Esse, Blasebalg, Amboss und zahlreichen Werkzeugen. An den Wänden hängen Hufeisen, Zangen, Hämmer und spezialisierte Werkzeuge für den Weinbau. Besonders interessant sind die verschiedenen Rebmesser, die je nach Region und Verwendungszweck unterschiedliche Formen aufweisen.

    „Ein gutes Rebmesser war für den Winzer so wichtig wie das tägliche Brot“, erklärt Woch. „Mit ihm wurden die Reben geschnitten, die Trauben geerntet und sogar kleine Reparaturen an den Rebstöcken durchgeführt. Jeder Winzer hatte sein persönliches Rebmesser, das oft ein Leben lang hielt und manchmal sogar vererbt wurde.“

    Neben der Schmiede beherbergt das Museum auch eine Sammlung historischer Dokumente, die die wirtschaftliche und soziale Bedeutung des Weinbaus für die Region belegen. Alte Rechnungsbücher, Verträge und Fotografien erzählen von den Höhen und Tiefen des Winzerlebens, von guten Erntejahren und Katastrophen wie der Reblausplage, die Ende des 19. Jahrhunderts fast den gesamten europäischen Weinbau vernichtete.

    „Die Reblaus war eine Katastrophe für unsere Region“, berichtet Woch. „Viele Winzer verloren ihre Existenzgrundlage und mussten auswandern oder sich andere Erwerbsquellen suchen. Nur durch die Einführung resistenter Unterlagsreben konnte der Weinbau gerettet werden – eine technologische Revolution, die das Gesicht des Weinbaus für immer veränderte.“

    Teil 3: Weinkultur und Heimkehr

    Das Weinbauernmuseum Glirsch – Vom Rebstock zur Flasche

    Nach etwa drei Stunden Gehzeit erreichen wir die Buschenschenke Glirsch mit dem angeschlossenen „Weinbauernmuseum“ – dem Höhepunkt unserer Schilcher-Museums-Tour. Die Familie Glirsch betreibt seit Generationen Weinbau und hat in ihrem Museum den gesamten Prozess der Weinherstellung dokumentiert, vom Anbau der Reben bis zur Abfüllung des fertigen Weins.

    „Unser Museum zeigt die Entwicklung des Weinbaus in der Weststeiermark über die letzten 200 Jahre“, erklärt Josef Glirsch, der das Museum gemeinsam mit seiner Frau Maria betreibt. „Wir haben alte Geräte gesammelt, restauriert und in einen funktionalen Zusammenhang gestellt, sodass Besucher den gesamten Prozess der Weinherstellung nachvollziehen können.“

    Das Museum ist in verschiedene Bereiche gegliedert, die den Jahreskreis des Weinbaus abbilden. Im ersten Raum geht es um die Arbeit im Weingarten – vom Rebschnitt im Winter über das „Ausgeizen“ (Entfernen überflüssiger Triebe) im Frühjahr bis hin zur Lese im Herbst. Historische Werkzeuge wie Rebscheren, Hauen und Spritzgeräte veranschaulichen die mühsame Handarbeit, die der Weinbau erforderte.

    „Früher war der Weinbau reine Handarbeit“, betont Glirsch. „Jeder Rebstock wurde einzeln gepflegt, jede Traube von Hand gelesen. Heute haben wir natürlich moderne Maschinen, die viele Arbeitsschritte erleichtern, aber die grundlegenden Prinzipien sind die gleichen geblieben: Der Wein wird im Weingarten gemacht, nicht im Keller.“

    Der zweite Bereich des Museums widmet sich der Kelterung – dem Prozess, bei dem aus den Trauben Most und schließlich Wein wird. Hier stehen alte Pressen, Mahlwerke und Gärbehälter, die die technologische Entwicklung der Weinbereitung dokumentieren.

    „Die Kelterung des Schilchers hat ihre eigenen Regeln“, erklärt Glirsch. „Anders als bei Weißweinen, wo die Trauben sofort gepresst werden, oder bei Rotweinen, wo die Maische lange auf der Schale vergärt, liegt die Maische beim Schilcher nur kurz auf der Schale – gerade lang genug, um die charakteristische rosarote Farbe zu extrahieren, aber nicht so lang, dass zu viele Tannine in den Wein übergehen.“

    Der dritte Bereich des Museums befasst sich mit der Lagerung und Reifung des Weins. Hier stehen alte Holzfässer neben modernen Edelstahltanks – ein Symbol für die Verbindung von Tradition und Innovation, die den modernen Weinbau prägt.

    „Der Schilcher wurde traditionell in Holzfässern ausgebaut, was ihm zusätzliche Aromen verlieh“, erläutert Glirsch. „Heute verwenden wir für die meisten Schilcher Edelstahltanks, die eine kontrollierte Gärung bei niedrigen Temperaturen ermöglichen und so die Fruchtaromen besser bewahren. Aber einige Winzer experimentieren auch mit Holzfässern für spezielle Schilcher-Editionen.“

    Nach der Museumsführung lädt uns Familie Glirsch zu einer Verkostung in ihre Buschenschenke ein. In der gemütlichen Stube mit Blick auf die Weingärten probieren wir verschiedene Schilcher-Varianten – vom klassischen trockenen Schilcher über den halbtrockenen „Schilcherland“ bis hin zum prickelnden Schilcher-Frizzante und dem edelsüßen Schilcher-Eiswein.

    „Der Schilcher ist viel vielseitiger, als viele denken“, betont Maria Glirsch, während sie uns einschenkt. „Er kann jung und frisch sein, aber auch reif und komplex. Er kann trocken und herb sein oder lieblich und süß. Und er passt zu vielen Speisen – von der deftigen Brettljause über Fischgerichte bis hin zu süßen Desserts.“

    Zur Verkostung reicht Familie Glirsch eine traditionelle steirische Jause – hausgemachtes Brot, Selchfleisch, Käse, frischen Kren (Meerrettich) und natürlich das berühmte Kürbiskernöl, das auf die Eierspeis (Rührei) geträufelt wird. Die Kombination aus herzhaften Speisen und dem frischen, säurebetonten Schilcher ist perfekt und zeigt, warum dieser Wein so tief in der regionalen Küche verwurzelt ist.

    Der Rückweg – Durch Kapellen und Gasthäuser

    Gestärkt und mit neuen Eindrücken setzen wir unsere Wanderung fort. Im Hof Glirsch geht es rechts über einen Wiesen- und Waldweg hinunter, bis wir zur Straße gelangen. Wir folgen der Markierung „Gelbes Glas“ nach links und kommen an der Kohlweißkapelle vorbei – einem kleinen sakralen Bauwerk, das die tiefe Religiosität der Weinbauern bezeugt.

    „Die Kapellen in den Weinbergen sind Ausdruck des Gottvertrauens der Winzer“, erklärt unsere Wanderführerin. „Der Weinbau ist stark vom Wetter abhängig, und vor der modernen Meteorologie waren die Bauern den Naturgewalten ausgeliefert. Die Kapellen boten einen Ort des Gebets für gutes Wetter und reiche Ernte.“

    Weiter führt uns der Weg zum Gasthaus Weiß und nach einem Kreuz links zum Gasthaus Bartlschneider – traditionelle Einkehrmöglichkeiten, die seit Generationen Wanderer und Einheimische bewirten. Der letzte Abschnitt unserer Tour führt steil über eine Wiese, vorbei an einem idyllischen Fischteich. Rechts haltend folgen wir der Straße entlang zwischen dem Gasthof Kloepferkeller und der Weinpresse zurück zum Kirchplatz von Eibiswald – unserem Ausgangspunkt.

    Der Kloepferkeller, benannt nach dem steirischen Heimatdichter Hans Kloepfer (1867-1944), ist ein weiteres kulturelles Highlight am Wegesrand. Kloepfer, der in Eibiswald geboren wurde, hat in seinen Mundartgedichten die Landschaft und das Leben der Menschen in der Weststeiermark verewigt. Sein bekanntestes Werk „Steirisches Wörterbuch“ ist eine Fundgrube für den steirischen Dialekt und enthält zahlreiche Begriffe aus dem Weinbau.

    Die Weinpresse schließlich, ein monumentales Kunstwerk am Ortseingang von Eibiswald, symbolisiert die zentrale Bedeutung des Weinbaus für die Identität der Region. Die überdimensionale Holzpresse erinnert an die traditionelle Methode der Weinherstellung und ist gleichzeitig ein modernes Wahrzeichen, das Tradition und Zukunft verbindet.

    Das Weitwandermuseum im Lerchhaus – Ein zusätzliches Highlight

    Ein besonderer Tipp für Wanderbegeisterte ist das Weitwandermuseum im Lerchhaus, das wir auf unserem Rückweg besuchen. Dieses einzigartige Museum dokumentiert die Geschichte des Weitwanderns in Österreich und beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Wanderkarten, historischer Ausrüstung und Berichten berühmter Weitwanderer.

    „Das Weitwandern hat in der Steiermark eine lange Tradition“, erklärt Museumsleiter Peter Lerch. „Die ersten markierten Weitwanderwege entstanden hier bereits Ende des 19. Jahrhunderts, als der Alpinismus populär wurde. Heute durchziehen zahlreiche Weitwanderwege die Steiermark, darunter der Südalpenweg und der Mariazellerweg.“

    Das Museum zeigt die Entwicklung der Wanderausrüstung vom einfachen Wanderstock und Lodenmantel bis hin zu modernen Funktionsmaterialien und GPS-Geräten. Besonders interessant sind die persönlichen Berichte von Weitwanderern, die von ihren Erlebnissen, Begegnungen und Herausforderungen auf den langen Strecken erzählen.

    „Weitwandern ist mehr als nur eine sportliche Aktivität“, betont Lerch. „Es ist eine Lebenseinstellung, eine Art, die Welt zu erfahren und mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Viele Weitwanderer berichten von tiefgreifenden Erfahrungen, die ihr Leben verändert haben.“

    Teil 4: Die Seele des Schilcherlandes

    Der Schilcher – Ein Wein mit Geschichte und Zukunft

    Die Schilcher-Museums-Tour hat uns nicht nur durch eine malerische Landschaft geführt, sondern auch tiefe Einblicke in die Kultur und Geschichte des Schilcherweins vermittelt. Dieser charakteristische Wein, der nur in der Weststeiermark aus der Blauen Wildbacher Traube gekeltert wird, ist mehr als nur ein Getränk – er ist ein kulturelles Erbe, das die Identität der Region prägt.

    Die Geschichte des Schilchers reicht weit zurück. Bereits im 16. Jahrhundert wird ein rosafarbener Wein aus der Region erwähnt, der vermutlich ein Vorläufer des heutigen Schilchers war. Der Name „Schilcher“ leitet sich vom mittelhochdeutschen „schilhen“ ab, was „schillern“ oder „die Farbe wechseln“ bedeutet – ein Hinweis auf die charakteristische rosarote Farbe des Weins, die je nach Lichteinfall unterschiedlich schimmert.

    Lange Zeit war der Schilcher ein einfacher Bauernwein, der hauptsächlich für den Eigenverbrauch oder den lokalen Markt produziert wurde. Erst im 20. Jahrhundert, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, begann sein Aufstieg zu einem anerkannten Qualitätswein. Die Gründung der „Steirischen Weinstraße“ in den 1950er Jahren und die zunehmende Bedeutung des Tourismus trugen dazu bei, den Schilcher über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt zu machen.

    Heute ist der Schilcher ein geschützter Begriff, der nur für Weine aus der Blauen Wildbacher Traube verwendet werden darf, die in der definierten Region der Weststeiermark angebaut wurden. Die Weinbaugebiete erstrecken sich von Deutschlandsberg im Norden bis Eibiswald im Süden und umfassen etwa 500 Hektar Rebfläche – eine kleine, aber feine Weinregion, die einzigartige Weine hervorbringt.

    Die moderne Schilcherproduktion verbindet Tradition und Innovation. Während die grundlegenden Prinzipien der Weinbereitung bewahrt werden, setzen die Winzer zunehmend auf moderne Technologien, um die Qualität zu verbessern und neue Stilrichtungen zu entwickeln. Neben dem klassischen trockenen Schilcher gibt es heute Schilcher-Sekt, Schilcher-Frizzante, Schilcher-Eiswein und sogar Schilcher-Brände – eine Vielfalt, die die Anpassungsfähigkeit dieser traditionellen Weinkultur zeigt.

    „Der Schilcher steht vor einer spannenden Zukunft“, meint Weinbauexperte Dr. Robert Steidl von der Weinbauschule Silberberg. „Einerseits profitiert er vom wachsenden Interesse an autochthonen Rebsorten und regionalen Spezialitäten, andererseits stellt der Klimawandel die Winzer vor neue Herausforderungen. Die Blaue Wildbacher ist eine Sorte, die kühle Nächte braucht, um ihre charakteristische Säure zu entwickeln – wenn die Temperaturen steigen, könnte sich der Charakter des Weins verändern.“

    Die Winzer der Region begegnen dieser Herausforderung mit verschiedenen Strategien: Sie pflanzen Reben in höheren, kühleren Lagen, experimentieren mit neuen Anbau- und Kelterungsmethoden und entwickeln neue Weinstile, die den veränderten Bedingungen Rechnung tragen. So bleibt der Schilcher lebendig und entwickelt sich weiter, ohne seine Wurzeln zu verlieren.

    Die Schilcherregion – Mehr als nur Wein

    Die Schilcher-Museums-Tour hat gezeigt, dass die Weinkultur der Weststeiermark weit mehr umfasst als nur den Anbau von Reben und die Produktion von Wein. Sie ist eingebettet in ein reiches kulturelles Erbe, das von der Architektur über das Handwerk bis hin zur Küche reicht.

    Die traditionellen Buschenschänken, in denen die Winzer ihren eigenen Wein ausschenken, sind lebendige Zentren dieser Kultur. Hier treffen sich Einheimische und Touristen, um bei einem Glas Schilcher und einer deftigen Jause das Leben zu genießen. Die Buschenschänke ist mehr als nur ein gastronomischer Betrieb – sie ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft.

    Die Architektur der Region spiegelt die Weinbautradition wider. Die typischen Weinkeller, oft in Hanglage gebaut und mit dicken Mauern versehen, bieten ideale Bedingungen für die Lagerung des Weins. Die Kellerstöckl – kleine Häuschen über den Weinkellern, die ursprünglich als Unterkunft während der Weinlese dienten – sind heute beliebte Feriendomizile, die einen authentischen Einblick in das Winzerleben bieten.

    Das Handwerk der Region ist eng mit dem Weinbau verbunden. Küfer, die Fässer herstellen, Schmiede, die Werkzeuge fertigen, und Korbflechter, die Tragekörbe für die Lese flechten – all diese traditionellen Handwerke haben den Weinbau über Jahrhunderte begleitet und unterstützt. Auch wenn viele dieser Handwerke heute nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form existieren, leben sie in Museen und Handwerksbetrieben weiter und bereichern das kulturelle Erbe der Region.

    Die Küche der Weststeiermark schließlich ist ein weiterer wichtiger Aspekt der regionalen Kultur. Die deftige, bodenständige Küche mit Spezialitäten wie Verhackert (eine würzige Streichwurst), Sterz (ein Gericht aus Mais- oder Buchweizenmehl) und natürlich dem allgegenwärtigen Kürbiskernöl harmoniert perfekt mit dem säurebetonten Schilcher und bildet mit ihm eine kulinarische Einheit, die die Identität der Region prägt.

    Fazit: Eine Wanderung durch Zeit und Kultur

    Die Schilcher-Museums-Tour ist mehr als nur eine Wanderung durch eine malerische Landschaft – sie ist eine Reise durch die Zeit, eine Begegnung mit einer lebendigen Weinkultur und ein sinnliches Erlebnis für alle, die offen sind für die Geschichten, die diese Region zu erzählen hat.

    Die 14 Kilometer lange Route mit ihren 300 Höhenmetern ist moderat anspruchsvoll und für geübte Wanderer in etwa viereinhalb Stunden zu bewältigen. Mit den Besichtigungen und Verkostungen sollte man jedoch einen ganzen Tag einplanen, um die vielfältigen Eindrücke wirklich aufnehmen zu können.

    Die Tour verbindet auf ideale Weise Natur und Kultur, körperliche Aktivität und geistige Anregung, Genuss und Bildung. Sie führt durch verschiedene Landschaftsformen – von offenen Wiesen über schattige Wälder bis hin zu sonnigen Weinhängen – und bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Hügellandschaft der Weststeiermark.

    Die Museen entlang der Route – das Bauernmuseum Lateinberg, die Bauernschmiede Woch, das Weinbauernmuseum Glirsch und das Weitwandermuseum im Lerchhaus – bieten tiefe Einblicke in verschiedene Aspekte der regionalen Kultur und Geschichte. Sie sind keine verstaubten Sammlungen, sondern lebendige Orte der Erinnerung und Vermittlung, die von engagierten Menschen mit Leidenschaft betrieben werden.

    Die Einkehrmöglichkeiten entlang des Weges – vom Gasthof Hofjäger über die Buschenschenke Glirsch bis zum Gasthaus Bartlschneider – laden ein, die kulinarischen Schätze der Region zu entdecken und den Schilcher in seinen verschiedenen Variationen zu genießen. Hier wird Gastfreundschaft großgeschrieben, und Besucher werden nicht als Touristen, sondern als Gäste empfangen.

    Die Schilcher-Museums-Tour ist ein Musterbeispiel für nachhaltigen Tourismus, der die natürlichen und kulturellen Ressourcen einer Region respektiert und fördert. Sie schafft Wertschöpfung für lokale Betriebe, bewahrt traditionelles Wissen und Fertigkeiten und vermittelt Besuchern ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Landschaft, Kultur und Wirtschaft.

    Wer die Schilcher-Museums-Tour wandert, kehrt nicht nur mit müden Beinen, sondern auch mit einem reichen Schatz an Eindrücken, Erfahrungen und Erkenntnissen zurück. Der Geschmack des Schilchers auf der Zunge, die Bilder der sanften Hügel im Kopf und die Geschichten der Menschen im Herzen – all das bleibt und weckt vielleicht den Wunsch, wiederzukommen und noch tiefer einzutauchen in die faszinierende Welt des Schilcherlandes.

    Für weitere Informationen und Buchungen stehen das Tourismusbüro Eibiswald (Tel.: +43 (5) 7730 120, 8552 Eibiswald 82) und das Tourismusbüro Deutschlandsberg (Tel.: +43 (5) 7730 300, 8530 Deutschlandsberg, Hauptplatz 40) zur Verfügung. Umfassende Informationen zur gesamten Region bietet auch die Website www.suedsteiermark.com.

  • Lassnitztalweg

    Lassnitztalweg

    Lassnitztalweg – Eine Wanderung durch die romantische Klause und die Burg Deutschlandsberg

    lassnitztalweg

    Einführung

    Stellen Sie sich eine malerische Wanderung entlang eines plätschernden Baches vor, umgeben von üppigem Grün und der atemberaubenden Kulisse einer mittelalterlichen Burg. Der Lassnitztalweg bietet genau das und noch viel mehr. Diese Rundwanderung, die besonders an heißen Sommertagen einladend ist, führt Sie durch die romantische Klause, ein Natura-2000-Gebiet, und bietet einen Einblick in die reiche Naturlandschaft der Region. Und das Beste ist, dass die Wanderung auch die beeindruckende Burg Deutschlandsberg umfasst, die majestätisch über der Stadt thront. Lass uns loslegen und die Schönheit und den Charme dieser Route entdecken!

    Die Wanderung beginnt: Von der Klause zur Breinmühle

    Ihr Abenteuer beginnt am Parkplatz beim Eingang zur Klause, wo Sie Ihr Auto abstellen und den Alltag hinter sich lassen. Der Weg führt Sie durch schattige Pfade und bietet viele Möglichkeiten für eine gemütliche Rast, besonders für Kinder. Die Klause ist bekannt für ihre einzigartige Naturlandschaft, die eine Vielzahl von Tierarten beherbergt. Halten Sie Ausschau nach den Bewohnern dieses magischen Ortes, während Sie entlang der malerischen Laßnitz wandern. Nach etwa einer halben Stunde erreichen Sie die alte Breinmühle, die erste Etappe Ihrer Reise.

    Entdecken Sie die Schönheit der Natur: Laßnitztalweg und Stöcklbrücke

    Von der Breinmühle aus führt die Wanderung weiter entlang des Laßnitztalwegs, einer malerischen Schotterstraße, die drei Kilometer flussaufwärts verläuft. Genießen Sie das beruhigende Rauschen des Baches und die friedliche Atmosphäre, die Ihre Sinne verzaubern wird. Bald werden Sie die Fischerhütte passieren, die sich in der Nähe der Klause befindet. Nach etwa einem Kilometer erreichen Sie die malerische Stöcklbrücke, wo Sie die Laßnitz überqueren.

    Aufwärts entlang der Laßnitz: Salzgerkapelle und Bauernhof Käfer

    Nachdem Sie die Brücke überquert haben, folgen Sie der Forststraße auf der linken Seite der Laßnitz flussabwärts. Genießen Sie das beruhigende Geräusch des fließenden Wassers, das eine beruhigende Wirkung auf Körper und Geist hat. Der Weg führt Sie an der Salzgerkapelle vorbei, und nach 150 Metern teilt sich der Weg. Folgen Sie dem bergauf führenden Pfad, und das Rauschen der Laßnitz wird allmählich leiser, bis Sie es nicht mehr hören.

    Der Weg führt Sie weiter bergauf, und Sie werden einen kurzen Traktorweg und einen Steig passieren, bevor Sie einen romantischen Wald erreichen, der einer Blumenwiese weicht. Hier haben Sie den Bauernhof vulgo Käfer erreicht, der sich inmitten dieser idyllischen Landschaft befindet.

    Auf zum höchsten Punkt: Scheidsberg und Burg Deutschlandsberg

    Von Käfer aus führt ein leicht ansteigender Hofzufahrtsweg zum höchsten Punkt dieser Wanderung, der Einmündung in die Oberlaufenegger Straße. Folgen Sie dieser Asphaltstraße bergab zum Hochbehälter Scheidsberg, der einen atemberaubenden Blick auf die Burg Deutschlandsberg bietet. Die Burg, die auf einem Felsen thront, stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist das Wahrzeichen der Stadt. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, das Burgmuseum zu besuchen und den Panoramablick vom Burgturm über die malerische Schilcherstadt Deutschlandsberg zu genießen.

    Durch den Wald zur Urbanikapelle und zum Gasthof Stöcklpeter

    Bei der S-Kurve verlassen Sie die Asphaltstraße und folgen einem Fußweg, der in den Wald führt. Der Wald bietet an heißen Sommertagen willkommenen Schatten und im Frühling können Sie das Erwachen der Natur am Lassnitztalweg beobachten. Der Weg führt Sie zum Wegschoadkreuz, das auch als Kortschakkreuz bekannt ist. Ab hier folgen Sie der Markierung F1 und Lassnitztalweg.

    Wandern Sie weiter entlang eines belebenden Forstwegs zur Urbanikapelle, die dem Schutzpatron der Weinbauern dieser wunderschönen Schilcherregion geweiht ist. Die Region ist bekannt für ihren ausgezeichneten Wein, also vergessen Sie nicht, eine Verkostung des lokalen Weins einzuplanen, um Ihren Wandertag am Lassnitztalweg auf die beste Art und Weise abzuschließen.

    Zurück zum Ausgangspunkt: Jakobistiege und Burg Deutschlandsberg

    In der Nähe des Gasthofs Stöcklpeter, den Sie auf jeden Fall besuchen sollten, führt die Route Sie hinüber zur Burg. Folgen Sie der Markierung Lassnitztalweg und gehen Sie dann die Jakobistiege hinunter. Dieser Pfad bietet Einblicke in den lokalen Weinbau und die Traditionen der Region. Folgen Sie der Burgstraße bergab bis zum Jugendgästehaus und von dort aus über einen Wiesenweg mit rot-weiß-roter Markierung zum Ausgangspunkt, dem Klausen-Eingang.

    Die Burg Deutschlandsberg erkunden

    Die Burg Deutschlandsberg ist ein Muss auf dieser Wanderung. Das Burgmuseum bietet eine faszinierende Einblicke in die Geschichte der Region und den einzigartigen Blick vom Burgturm. Nehmen Sie sich Zeit, um die Burg zu erkunden und die atemberaubende Aussicht zu genießen. Das Museum Archeo Norico in der Burg ist ein Highlight der steirischen Museumslandschaft und bietet acht abwechslungsreiche Ausstellungen, die einen Besuch wert sind.

    Praktische Informationen und Kontakt

    Diese Wanderung ist etwa 10,2 Kilometer lang und dauert ungefähr 3,5 Stunden. Der Anstieg beträgt 310 Meter und der Abstieg 310 Meter, wobei der höchste Punkt des Lassnitztalwegs bei der Einmündung in die Oberlaufenegger Straße erreicht wird. Die Tour ist als mittelschwer eingestuft und bietet eine abwechslungsreiche Route durch Wälder, Wiesen und entlang des malerischen Laßnitztals.

    Für weitere Informationen über den Lassnitztalweg, wenden Sie sich bitte an das Tourismusbüro Deutschlandsberg unter +43 (5) 7730 300 oder besuchen Sie ihre Website unter www.suedsteiermark.com. Die Adresse des Tourismusbüros ist Hauptplatz 40, 8530 Deutschlandsberg.

    Schlussgedanken

    Der Lassnitztalweg ist eine Wanderung, die Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte gleichermaßen begeistern wird. Die Kombination aus der malerischen Klause, der beeindruckenden Burg Deutschlandsberg und der Möglichkeit, mehr über den lokalen Weinbau zu erfahren, macht diese Route zu einem unvergesslichen Erlebnis. Denken Sie daran, bequeme Wanderschuhe zu tragen, Sonnenschutz mitzunehmen und eine Kamera einzupacken, um die wunderschöne Umgebung festzuhalten. Genießen Sie Ihre Wanderung und die Schönheit der Natur!

    Burg Deutschlandsberg: Kurzfassung

    Geschichte

    • Burg Deutschlandsberg, eine Felsenburg auf einem 511 Meter hohen Hügel in der Nähe der Stadt Deutschlandsberg in der Steiermark, Österreich.
    • Erbaut im 12. Jahrhundert von den Salzburger Erzbischöfen.
    • Im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und renoviert, unter anderem im romanischen, gotischen und Renaissance-Stil.
    • Spielte eine wichtige Rolle als Verwaltungs- und Verteidigungszentrum für die Region.
    • 1850 verfiel die Burg und wurde bis 1932 von der Stadt Deutschlandsberg erworben.
    • Seitdem umfassend restauriert und dient heute als Museum, Veranstaltungsort und Hotel.

    Highlights

    • Burgmuseum Archeo Norico: Präsentiert Exponate zur Geschichte der Burg und der Region.
    • Burgkapelle: Romanische Kapelle aus dem 12. Jahrhundert mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert.
    • Panoramatblick: Atemberaubende Aussicht auf die umliegende Landschaft.
    • Burghotel Deutschlandsberg: Stilvolles Hotel mit Restaurant in der Burg.
    • Burg-Restaurant Deutschlandsberg: Restaurant mit gehobener Küche in der Burg.

    Öffnungszeiten

    • Burgmuseum Archeo Norico: 1. April bis 31. Oktober (Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen)
    • Führungen (nur nach Voranmeldung!): Ab 10 Personen
    • Burghotel Deutschlandsberg: Ganzjährig geöffnet
    • Burg-Restaurant Deutschlandsberg: Mittwoch bis Samstag 12:00-14:30 Uhr und 18:00-21:30 Uhr, Sonntag und Montag geschlossen

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  • KLAUSE DEUTSCHLANDSBERG – Ein besonderes Erlebnis

    KLAUSE DEUTSCHLANDSBERG – Ein besonderes Erlebnis

    deutschlandsberg

    Willkommen im Naturjuwel Deutschlandsberg – Natura2000

    Erleben Sie die unvergleichliche Schönheit der Natur in Deutschlandsberg, indem Sie einen der malerischen Fußwege zur Burg Deutschlandsberg durch die faszinierende Klause erkunden.

    Die Klause, ein beeindruckendes Felstal im Westen von Deutschlandsberg, wird von der Laßnitz durchflossen und ist über einen Fußweg zugänglich. Dieser führt an einer nie bewohnten Einsiedelei vorbei und bietet einen atemberaubenden Blick auf die majestätische Burg Deutschlandsberg, die das Tal überragt.

    Derzeit ist der Zugang bis zur Einsiedelei möglich, wodurch Besucher die Möglichkeit haben, in die Geschichte einzutauchen und die faszinierende Umgebung zu erkunden.

    Im Jahr 1814 wurde die Klausenanlage an der Laßnitz im Felstal geschaffen, auf Initiative von Moritz Graf Fries, einem wohlhabenden Bankierspross, der die Herrschaft Landsberg erwarb. Unter der Leitung seines Oberförsters Sebastian Hofer entstand ein romantischer Waldweg mit einer Einsiedelei. Marmortafeln in den Felswänden zeugen von den historischen Ereignissen dieser Zeit.

    Graf Fries, bekannt für seine unbändige Großzügigkeit und exzessiven Ausgaben, diente als Inspiration für Ferdinand Raimunds Werk „Der Verschwender“.

    Heute ist die Klause ein geschütztes Natura-2000-Gebiet und gewährt einen einzigartigen Einblick in die Fauna und Flora der Region. Erleben Sie die unberührte Natur, entdecken Sie seltene Arten und lassen Sie sich von der Harmonie zwischen Mensch und Umwelt verzaubern. Die Klause zur Burg ist mehr als nur ein Ort – sie ist ein lebendiges Naturjuwel, das es zu schützen und bewahren gilt. Tauchen Sie ein in die Schönheit und Vielfalt unseres natürlichen Erbes.

    deutschlandsberg

    Willkommen auf der Burg Deutschlandsberg

    – einem Ort, der nicht nur Geschichte atmet, sondern auch eure Sinne verzaubert! Taucht ein in eine Reise durch die Zeit und entdeckt die Faszination der „südweststeirischen Schatzkammer“, wo die Burg und das Museum „Archeo Norico“ ein einzigartiges Erlebnis für jeden Besucher bieten.

    Vielfalt pur und ungefiltert: Ob Familienausflug, Kulturtrip, Naturspaziergang, Tagung oder kulinarische Hochgenüsse – bei uns findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Die Burg öffnet ihre Tore und lädt dazu ein, die Geschichte hautnah zu erleben.

    Geschichte zum Anfassen: Auf einem Felskamm am nordwestlichen Rand eines fruchtbaren Tals thronte einst unsere Burg. Schon in der Jungsteinzeit bot sie Menschen eine Heimat. Der erste Burgherr, der Graf zu Lonsperg, wurde 1153 erstmals urkundlich erwähnt. Durch Höhen und Tiefen hat die Burg ihre Geschichte geschrieben und wurde schließlich von der Stadtgemeinde übernommen. Heute erstrahlt sie als überregionales Ausstellungszentrum.

    Burgmuseum – Archeo Norico: Erlebt lebendige Historie in 8 permanenten Ausstellungen mit über 5.000 Exponaten. Wandelt auf dem neu errichteten Rundweg durch die Altburg und genießt vom Aussichtsturm aus einen exklusiven Blick auf die Region bis nach Slowenien. Archäologen gewähren euch Einblicke in ihre Arbeit, und mit etwas Glück könnt ihr die neuesten Fundstücke bestaunen.

    deutschlandsberg, klause

    Burghotel: Taucht ein in Dornröschenträume in unseren Suiten mit vier Sternen. Die 21 Zimmer sind mit Stilmöbeln und Antiquitäten eingerichtet, die den Charme des historischen Baus widerspiegeln. Die Turmsuite bietet einen Rundumblick, der euch in eine märchenhafte Welt entführt – ideal für eine unvergessliche Hochzeitsnacht oder einen königlichen Aufenthalt.

    Burgrestaurant: Kulinarischer Genuss erwartet euch in der Küche von Meisterkoch Karl Christian Kollmann! Frische, hochqualitative Zutaten und kreative Ideen begeistern eure Gaumen. Auf der Rundblick-Terrasse könnt ihr im Sommer die Köstlichkeiten unter freiem Himmel genießen.

    Kontakt & Info: Besucht uns auf der Burg Deutschlandsberg und im Museum „Archeo Norico“. Plant eure Reise durch die Zeit und lasst euch von unserer „südweststeirischen Schatzkammer“ verzaubern.

    Adresse: Burgplatz 2, A 8530 Deutschlandsberg Telefon: +43 3462 5602 oder +43 676 4600058 Email: info@archeonorico.at Webseite: www.archeonorico.at

    Öffnungszeiten Burgmuseum:

    1. April – 29. Oktober (Dienstag bis Sonntag und Feiertags) 10:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr)

    Eintrittspreise:

    • Erwachsene: € 11,50
    • Kinder (6-15 Jahre): € 6

    Burghotel Deutschlandsberg: Burgplatz 1, A 8530 Deutschlandsberg Telefon: +43 3462 56560 Email: info@burg-deutschlandsberg.at Webseite: www.burg-deutschlandsberg.at

    Öffnungszeiten: Täglich von 7.00- 24.00 Uhr Winterpause: 15. Januar- 15. März (Zeitraum kann wetterabhängig variieren!)

    Burgrestaurant Deutschlandsberg: Burgplatz 1, A 8530 Deutschlandsberg Telefon: +43 3462 56560 Email: info@burg-deutschlandsberg.at Webseite: www.burg-deutschlandsberg.at

    Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstags (bei Vorbestellungen und Reservierungen (ab 15 Pers.) kochen wir gerne auch an unseren Ruhetagen ein Menü für Sie!) 12:00 – 14:30 Uhr und 18:00 – 21:30 Uhr Sonntag und Montag (Ruhetage) Winterpause: 15. Januar- 15. März (Zeitraum kann wetterabhängig variieren!)